IM GHETTO

DIE ROMA VON STOLIPINOWO

Österreich 2008; Regie: Hermann Peseckas; Drehbuch: Hermann Peseckas, Andreas Kraus; Kamera: Hermann Peseckas; 75 Min., OF Bulgarisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Stolipinowo im bulgarischen Plowdiw ist mit über 40.000 Einwohnern das größte Roma-Ghetto Südosteuropas. Am Beispiel des aus allen Nähten platzenden Viertels werden der Zusammenhang zwischen rassistischer Ausgrenzung und Armut der ›Zigeuner‹, sowie die Ursachen ihres fortschreitenden, ›freiwilligen‹ Aufgehens in der zweiten großen Minderheit des Landes, den bulgarischen Türken, sichtbar gemacht. Der Film rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des Ghettos seit den 1930er Jahren und beschreibt die extremen Lebensbedingungen aus dem Blickwinkel der Roma-Bevölkerung.
Fast alle Roma Ost- und Südosteuropas leben heute in ähnlichen Elendsquartieren an den Dorf- und Stadträndern. In Stolipinowo gibt es seit der ›Demokratisierung‹ Bulgariens 1991 ein sehr aktives autonomes Selbsthilfezentrum, das nach Auswegen aus der sozioökonomischen Misere und der ethnischen Isolation sucht. Die NGO formiert sich zunehmend auch als politische Kraft und dient den unzähligen Roma-Vierteln des Landes als Modell. Der ›Präsident‹ Anton Karagiosow, Initiator und Leiter der NGO – einer der ›Hauptdarsteller‹ des Dokumentarfilms – führt das Kinopublikum durch das Viertel und beschreibt, oft mit ihm eigenen Schuss Humor, die Besonderheiten des Alltags im Ghetto .
Mehr Info unter http://stolipinovo.wordpress.com

Der Film lief zuletzt am 06.02.2009.

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