MALTE ROEPER, PETER BRUNNERT: ERNEST HEMINGWAY MEETS HARALD SCHMIDT

90 Min.

"Wenn Malte Roeper der Hemingway des Bergsteigens ist, dann ist Peter Brunnert der Harald Schmidt des Kletterns" – So steht's zumindest im Verlagsprospekt bei Panico. Beim Salzburger Filmfestival kann man sich persönlich überzeugen.

Malte Roeper und Peter Brunnert haben ihre bergsteigerische Sozialisation in den 70er und 80er Jahren auf dem legendären Ith-Zeltplatz in Norddeutschland erfahren. Für beide waren die damaligen Erlebnisse auch Ausgangspunkt für erste literarische Versuche. Ihre Lebensläufe entwickelten sich jedoch eher unterschiedlich: Malte Roeper, Jahrgang 1962, wuchs in Schleswig Holstein auf und beschloss schon als Kind, später mindestens ein Buch zu schreiben. Zunächst jedoch wurde er Bergsteiger. 1988 gelang ihm als erstem Deutschen die Eigernordwand im Alleingang. Mit Ende zwanzig wurde es Zeit für das erste Buch „Strategie & Müßiggang“ (Roman) und den Abbruch des Studiums; er finanzierte sich teils von Diashows über seine Klettertouren, teils von Jobs (Werbetexter, Versuchsperson bei Arzneimittelversuchen, Bauarbeiter).

1995 entstand das Drehbuch 'Westwand', das mit Franka Potente in der Hauptrolle verfilmt werden sollte (woraus leider nichts, aber auch gar nichts wurde). BR-Redakteur Michael Pause holte ihn als Mitarbeiter ihn die Bergsteigersendung 'Bergauf, Bergab'. Von dort startete er mit einem Hattrick von drei preisgekrönten Filmen – unter anderem über die Huber-Brüder - unverhofft eine Karriere als Dokumentarfilmer.

Heuer kommt Malte Roeper mit Verstärkung nach Salzburg – an der Seite seines langjährigen Freundes und Kollegen und Kollegen Peter Brunnert.
Dieser wurde 1957 im niedersächsischen Hildesheim geboren, ziemlich genau zwischen dem Harz im Süden und der Zuckerrübensteppe im Norden, die sich dann bis zum Polarkreis fortsetzt, ohne dass man auf richtige Berge stößt. Brunnert ist eher durch einen Zufall Kletterer geworden und überlebte die ersten Jahre seiner Bergsteigerkarriere nur mit viel Glück. Auf Anraten seines Therapeuten schrieb er um das Geschehene zu verarbeiten sein erstes Buch "Wir müssen da hoch", das in Klettererkreisen mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Das zweite Buch "Wirklich oben bist du nie" enthält neben weiteren Selbstverstümmelungs-Grotesken auch zahlreiche Glossen und Satiren, bei denen so ziemlich alle ihr Fett wegbekommen: Boulderer, Kletterprofis, Schnupperkurse, Hardcore-Sachsen. Am wichtigsten sei es, so Brunnert " … dass man das Klettern nicht so ernst nimmt, denn das, was wir da an den Felsen tun, ist, bei Licht betrachtet, eigentlich ziemlich bekloppt."

EINTRITT € 9,-


Der Film lief zuletzt am 22.11.2008.

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