AMNESIA

Chile 1994; Regie: Gonzalo Justiniano; Drehbuch: Gustavo Frías, Gonzalo Justiniano; Kamera: Hans Burman; Schauspieler: Julio Jung, Pedro Vicuña, José Secall, Marcela Osorio; Musik: Miguel Miranda, José Miguel Tobar; 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Eine Begegnung mit einem vermeintlichen alten Bekannten ruft im Protagonisten Ramírez Erinnerungen wach: An ein Gefangenenlager in der Wüste, an die Schikanen seines Vorgesetzten, an dessen Befehle, auf wehrlose Häftlinge zu schießen. Ramírez verfolgt und stellt ihn. Doch eine Frage wird immer drängender: Ist die Ermordung des Mörders tatsächlich die Aufarbeitung der Vergangenheit?
In der Ära Pinochet (1973-1990) wurden unzählige Menschen gefoltert und ermordet. Nicht nur in Chile, das inzwischen wieder zu einem demokratischen System gefunden hat, stellt sich die Frage der Aufarbeitung von Gewaltverbrechen, die unter der Diktatur nicht verfolgt wurden, ja sogar Konsens der herrschenden Regierung waren.
AMNESIA ist ein Film gegen den „Gedächtnisschwund“, nicht nur in Chile: Gegen das Vergessen-Wollen von Verbrechen und für die Menschen, die Opfer einer scheinbar ausweglosen Situation werden. Dass der Film aktuell ist belegt die Tatsache, dass in Chile eben der bislang größte Prozess wegen Menschenrechtsverbrechen in der Ära Pinochet eingeleitet wurde

Der Film lief zuletzt am 16.08.2008.

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