YOL - DER WEG

YOL- DER WEG

Schweiz 1981; Regie: Yilmaz Güney, Serif Gören; Drehbuch: Yilmaz Güney; Kamera: Erdogan Engin; Schauspieler: Tarik Akan, Serif Sezer, Halil Ergün, Meral Orhonsay; Musik: Sebastian Argol, Zülfü Livaneli; 110 Min., OF Kurdisch, Türkisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

YOL schildert das Schicksal mehrerer Gefängnisinsassen auf Hafturlaub, die in ihre Heimat reisen. Ihre Rückkehr in die verschiedensten Gegenden der Türkei, ihr Kampf um eine menschenwürdige Existenz, ihr Scheitern an den politischen und sozialen Verhältnissen und den religiösen Zwängen werden zu einer exemplarischen Bestandaufnahme gesellschaftlicher Missstände der Türkei in den 1980er Jahren.
Der Film wirft die Frage auf, ob Schuld und Verantwortung eine persönliche Kategorie sind oder ob gesellschaftliche Normen, Zwänge und veraltete Regeln Menschen der Chance berauben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, um einem Teufelskreis zu entfliehen.
Yilmaz Güney, Schriftsteller, Filmemacher und Kämpfer für die Menschenrechte in der Türkei, war selbst zu 18 Jahren im Gefängnis verurteilt gewesen. Der Film wurde heimlich gedreht, indem Güney aus dem Gefängnis heraus via Co-Regisseur Serif Gören Regie führte. Erst nach Güneys Flucht konnte er im Schweizer Exil fertig gestellt werden und erhielt 1982, zwei Jahr vor seinem Tod, die Goldene Palme von Cannes.

Der Film lief zuletzt am 15.08.2008.

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