BAMAKO

Mali/Frankreich/USA 2006; Regie: Abderrahmane Sissako; Drehbuch: Abderrahmane Sissako; Kamera: Jacques Besse; Schauspieler: Aïssa Maïga, Tiécoura Traoré, Hélène Diarra, Habib Dembélé, Djénéba Koné; 118 Min., OF Bambara, Französisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Afrika hält Gericht: Im Hinterhof eines Hauses in Malis Hauptstadt Bamako, zwischen Hühnern und Ziegen, wird jeden Tag aufs Neue ein Gerichtshof installiert. Angeklagt sind Weltbank und Internationaler Währungsfonds, weil sie mit ihren Geschäften eines der ärmsten Länder der Welt zugrunde richten. Doch während der Prozess im Gange ist, geht der bunte Kosmos des afrikanischen Alltagslebens munter weiter: Hochzeiten werden gefeiert, der große Waschtag zelebriert, Kinder spielen zwischen den Beinen der Richter. Dieser Kontrast zwischen juristischem Diskurs und Alltagsleben macht den Zauber von BAMAKO aus.
Regisseur Abderrahmane Sissako liegt es fern, gängige Klischées über Afrika zu reproduzieren; ganz bewusst verweigert er sich den Bildern von Armut und Elend, sondern zeigt mit seinem semidokumentarischen Film respektvoll den Reichtum und die Vielfalt afrikanischer Lebenswelten. Darüber begeisterte sich der STANDARD: Einer der ungewöhnlichsten, besten Filme dieses Jahres (2006).

Der Film lief zuletzt am 20.05.2010.

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