HAVANNA - DIE NEUE KUNST RUINEN ZU BAUEN
Deutschland/Kuba 2006; Regie: Florian Borchmeyer; Drehbuch: Florian Borchmeyer; Kamera: Tanja Trentmann; Produzent: Matthias Hentschler; 86 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch Ohne Altersbeschränkung
PREMIERE am 1. Februar 2008 um 19:00 Uhr
Regisseur FLORIAN BORCHMEYER zu Gast
HAVANNA-"Perle der Karibik", Hauptstadt von Kuba. Einstürzende Bauwerke aus allen Epochen der kubanischen Geschichte finden sich an fast jeder Straßenecke. Was die Ruinen Havannas von denen anderer Orte wie Rom oder Athen unterscheidet: sie sind bewohnt. Fünf Bewohner gewähren einen Einblick in ihren Lebensraum und erzählen dabei ihre eigene Geschichte, die eng mit jener ihres Wohnortes verbunden ist: Klempner Totico flüchtet sich aus dem lärmenden Inferno seiner Mietskaserne im Zentrum Havannas zu den Tauben auf der Dachterrasse. Der Obdachlose Reinaldo hat in den Trümmern eines Theaters Unterschlupf gefunden, in dem einstmals Caruso vor der High Society sang. Die frühere Millionärsgattin Misleidys lässt den goldenen Käfig ihrer Ehe hinter sich, um im Schutthaufen eines ehemaligen Luxushotelsvergangenen Zeiten nachzuträumen. Der enteignete Großgrundbesitzer Nicanor kämpft gegen den Verfall seines Vaterhauses. Schriftsteller Ponte baut sich eine Philosophie der Ruine und macht sich so den allmählichen Einsturz der Stadt und des politischen Systems erklärbar. HAVANNA-DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN ist ein Porträt der Ruinen Havannas und ihrer Bewohner, ein Film über die Ambivalenz von Zauber und Zerstörung und eine letzte Momentaufnahme, bevor diese Gebäude renoviert oder eingestürzt sein werden. Eine Präsentation von LATEINAMERIKA-KOMITEE SALZBURG, DAS KINO, INITIATIVE ARCHITEKTUR & SÜDWIND SALZBURG (im Rahmen des Südwind- Themenschwerpunkts ›Bedürfnisse‹ - Subsistenz/Survive)
Der Film lief zuletzt am 21.06.2008.
Links
|