ODETTE TOULEMONDE

Frankreich 2006; Regie: Eric-Emmanuel Schmitt; Drehbuch: Eric-Emmanuel Schmitt; Kamera: Carlo Varini; Schauspieler: Catherine Frot, Albert Dupontel, Jacques Weber, Fabrice Murgia, Nina Drecq; Musik: Nicola Piovani; 100 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch
FSK 6, FSK 12 empfohlen

Odette Toulemonde führt ein ereignisarmes Leben als Parfümerieverkäuferin in einem Kaufhaus. In ihrer kleinen Mietwohnung leben noch ihre erwachsenen Kinder, ein schwuler Sohn und eine arbeitslose Tochter. Die verwitwete Mittvierzigerin erträgt die Tristesse ihres Daseins vor allem mit Hilfe von zwei Dingen: den Liedern von Josephine Baker und den Romanen des Erfolgsautors Balthazar Balsan. Als sie dem verwöhnten Schriftsteller jedoch bei einer Lesung gegenüber steht, bekommt sie vor Aufregung ihren Namen nicht heraus. Als Balsans neuestes Buch von den Kritikern verrissen wird und er zeitgleich hinter das Verhältnis seiner Gattin mit seinem schlimmsten Feind, einem Schriftsteller und Literaturkritiker, kommt, fällt der Schriftsteller in eine tiefe Depression. Aber dann erreicht ihn ein Brief von seinem treuen Fan Odette – und es beginnt eine höchst unkonventionelle Romanze zwischen zwei Menschen, die Welten trennen.
Eric-Emmanuel Schmitt, bislang vor allem als Bestseller-Autor (MONSIEUR IBRAHIM UND DIE BLUMEN DES KORAN) bekannt, präsentiert mit ODETTE TOULEMONDE sein Regiedebüt. Und wie in seinen Büchern verhandelt Schmitt nun auch in seinem ersten Film die großen Themen von Liebe, Hoffnung, Glück und Einsamkeit. Der inszenatorischen Fantasie werden hierbei wenig Grenzen gesetzt. Mal erwacht eine Fototapete zum Leben, mal wird ein Bad zum Dschungel, und wenn Odette liest, dann beginnt sie wirklich zu fliegen. Neben seinen märchenhaften Elementen besticht der Film vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller: Catherine Frot, bekannt aus DAS MÄDCHEN, DAS DIE SEITEN UMBLÄTTERT, und Albert Dupontel, verleihen den beiden kauzigen Helden auf wunderbar leichte Weise Gewicht. „Gegen diese Geschichte“, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, „nimmt sich AMÉLIE aus wie ein Dokudrama.“ Und BRIGITTE urteilt: „Ein federleichter und vergnüglicher Film. Da wird geträumt und geschwebt.“

Der Film lief zuletzt am 24.03.2008.

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