PARANOID PARK

Frankreich/USA 2007; Regie: Gus Van Sant; Drehbuch: Gus Van Sant; Kamera: Christopher Doyle; Schauspieler: Gabe Nevins, Daniel Liu, Taylor Momsen, Lauren McKinney, Winfield Jackson, Scott Green; 85 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 18

Für Alex, einen stillen Teenager einer Mittelstandsfamilie in Portland, ist sein Skateboard der Lebensmittelpunkt. Die besten Skater treffen sich im Paranoid Park, aber man muss reif sein, vor den Augen der anderen auf das Brett zu steigen, und eigentlich, so heißt es in der Szene, ist niemand jemals wirklich reif für den Paranoid Park. Eines Nachts hängt Alex dort mit seinem Skateboard herum, als die Idee entsteht, auch mal auf Frachtzüge aufzuspringen und mitzufahren. Dabei kommt bei einem tragischen Unfall durch Alex Schuld ein Sicherheitsbeamter ums Leben. Alex spricht mit niemandem darüber und versucht, sein normales Leben weiter zu führen, doch das Ereignis gibt seinem Leben – der Schule, der Beziehung zu seiner Freundin, der Scheidung der Eltern - eine neue Bedeutung.
Kaum ein Regisseur seiner Generation ist so ein genauer und einfühlsamer Chronist der amerikanischen Jugendkultur wie Gus Van Sant. Nach seiner Trilogie des Todes (GERRY, ELEPHANT, LAST DAYS) präsentiert er nun mit PARANOID PARK eine semidokumentarische Studie über eine sich selbst überlassene Jugendgeneration. Für seine Inszenierung wählte der Filmemacher hierbei ungewöhnliche Methoden. Gedreht wurde in Super-8, dem Medium der meisten Skate-Filme, und in 35mm. Die Darsteller sind Laien, die über das Internetportal MYSPACE gecastet wurden. Diese Aspekte verleihen dem Film Authentizität. Lange, fast meditative Skating-Passagen bilden indessen einen poetischen, irritierenden Gegensatz zum tragischen Vorfall der Handlung. Die hypnotischen Bilder von Kameramann Christopher Doyle untermalt Van Sant schließlich mit einem Soundtrack, der von HipHop über Beethoven und Ambient-Musik bis hin zu Fellini-Filmmusiken reicht.
„Mit PARANOID PARK“, schreibt das Filmmagazin RAY, „reift das fragil konstruierte Adoleszenz-Kino von Gus Van Sant zu ästhetischer Perfektion.“

Der Film lief zuletzt am 08.02.2008.

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