WIE ICH DAS ENDE DER WELT ERLEBT HABE
CUM MI-AM PETRECUT SFARSITUL LUMII
Rumänien 2006; Regie: Catalin Mitulescu; Drehbuch: Catalin Mitulescu, Andreea Valean; Schauspieler: Doroteea Petre, Timotei Duma, Ionut Becheru, Christian Varary, Marius Stan, Marian Stoica; 106 Min., OF Rumänisch mit UT in Deutsch FSK 18
Als im Jahr 1989 der Eiserne Vorhang in Stücke zerfällt, lebt Eva mit ihren Eltern und dem siebenjährigen Bruder Lalalilu in einem Quartier von Bukarest. Sie ist Gymnasiastin und eine attraktive junge Frau. Als sie mit ihrem Freund Alex eine Ceausescu-Büste zu Brüchen bringt, wird sie in eine Umerziehungsanstalt geschickt und lernt den Dissidentensohn Andrej kennen. Gemeinsam planen sie die Flucht, während Brüderchen Lalalilu einen Anschlag auf den Staatschef im Sinn hat. In seinem Debütfilm WIE ICH DAS ENDE DER WELT ERLEBT HABE greift der rumänische Regisseur Catalin Mitulescu auf eigenen Erfahrungen zurück und gestaltet daraus ein wunderbar stimmiges Zeitbild der letzten Tage der Ceausescu-Herrschaft. Hierbei verzichtet der Film auf die bekannten Bilder aus den Nachrichtensendungen, sondern setzt vielmehr ein Stück Alltag jener Jahre in Szene, mit vielen kleinen Details – Liedern, die gesungen wurden, Mechanismen, die die Gesellschaft auf Dauer lähmten. Das Wohltuende an diesem Abgesang auf eine sterbende Epoche und ihre Politik ist, dass die Figuren den schweren Zeiten mit Humor und Ironie begegnen. „Ein bewegender Film, der einen historischen Moment festhält, wie er im Herzen der Menschen erlebt wird“, schreibt LE PARISIEN über dieses Kinodebüt. Dorotheea Petre wurde in Cannes 2006 für ihre Rolle mit dem Darstellerinnenpreis UN CERTAIN REGARD ausgezeichnet.
Der Film lief zuletzt am 18.01.2008.
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