07/P17: AFGAHANISTAN - OSAMA

OSAMA

Afghanistan/Japan/Iran 2003; Regie: Siddiq Barmak; Drehbuch: Siddiq Barmak; Kamera: Ibrahim Ghafuri; Schauspieler: Marina Golbahari, Mohmmad Nadre Khwaja, Mohmmad Arif Herati, Zubaida Sahar, Hamida Refah, Gul Rahaman Ghorbandi; Produzent: Siamak Alagheh Band und Abubakr Atef; Musik: Mohammad Reza Darwishi; 83 Min., OF Englisch, Paschtunisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Nach der Machtübernahme durch die Taliban stehen in Afghanistan tausende Witwen und alleinstehende Frauen vor einem unüberwindlichen Problem: Wie sollen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, wenn sie nur in Begleitung männlicher Verwandter das Haus verlassen dürfen? Eine Mutter beschließt, ihre 12-jährige Tochter als Sohn zu verkleiden, damit sie sie zu ihrer Arbeit begleitet. Als die Mutter ihre Arbeit verliert, muss das Mädchen die Familie ernähren. Durch die Verkleidung ist das Mädchen gezwungen, an den religiösen Riten der Männer teilzunehmen und die Koranschule zu besuchen. Doch die männlichen Verhaltensweisen sind ihr fremd. Und die Furcht vor der Enttarnung wächst mit jedem Tag.
Mit OSAMA präsentiert Regisseur Siddiq Barmak den ersten in Afghanistan entstandenen Spielfilm nach dem Sturz des Taliban-Regimes. Die Darsteller rekrutierte er vor Ort, keiner von ihnen hatte Schauspielerfahrung. Die Rollen der Taliban-Soldaten besetzte er mit Männern, die selbst noch kurz zuvor im Dienst der Machthaber von Kabul gestanden hatten. Mit einer zugleich dokumentarischen und poetischen Bildsprache macht der Film den physischen und psychischen Terror spürbar, dem Frauen unter dem extremistischen Regime ausgesetzt waren. "Mein Film ist eine Hommage an die Geduld der Afghanen, die so viel Leid erlebt haben", sagte Siddiq Barmak bei den Filmfestspielen von Cannes, wo OSAMA mit der "Besonderen Erwähnung der Camera-d'Or-Jury" bedacht wurde. "Mit OSAMA hat der afghanische Regisseur Siddiq Barmak einen Film vorgelegt", schreibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU, "der für das eigene Land von ähnlich großer Bedeutung sein könnte wie Roberto Rosselinis ROM, OFFENE STADT für Italien oder Wolfgang Staudtes DIE MÖRDER SIND UNTER UNS für Deutschland."

Der Film lief zuletzt am 28.11.2007.

Links

VOD Club Die Beste aller Welten Was uns bindet Lady Macbeth The Big Sick The Square Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt Blade Runner 2049 Maudie Patti CakeS Victoria und Abdul Walk with me Eine bretonische Liebe Madame Augsburger Puppenkiste Borg McEnroe Mord im Orient Express Mountain Get Out Hexe Lilli rettet Weihnachten Radiance Suburbicon Alte Jungs Schloss aus Glas David Lynch: The Art of Life Battle of the Sexes Loving Vincent The Leisure Seeker Monty Python's Life of Brian