07/P1: ZUM DRITTEN POL

ZUM DRITTEN POL

Deutschland 2007; Regie: Andreas Nickel; 90 Min., OF Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Der Film erzählt die faszinierende Geschichte der Himalaya- und Filmpioniere Professor Dr. Günter O. Dyhrenfurth, seiner Frau Hettie und ihres Sohnes Professor Norman G. Dyhrenfurth.
In dieser packenden Familiensaga spiegelt sich die Expeditionsgeschichte der Erstbesteigungen der Achttausender von Himalaya und Karakorum seit ihren frühen Anfängen in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals wagten sich zum ersten Mal deutsche Bergsteiger an die Achttausender heran, mit dem erklärten Ziel, einen dieser Giganten zu besteigen. Die Unternehmungen beginnen mit der bahnbrechenden ersten Expedition der Eltern 1930 zum Kangchendzönga (8586m) und erreichen ihren Höhepunkt mit der American Mount Everest Expedition 1963 von Norman G. Dyhrenfurth. Unter seiner Leitung erreichen nicht nur die ersten Amerikaner den höchsten Punkt der Erde (4., 5. und 6. Besteigung); zum ersten Mal wird ein Achttausender auf einer neuen Route bestiegen und im gleichen Zug überschritten, dabei entstehen die ersten Gipfelbilder des Everest in der Geschichte. Norman G. Dyhrenfurth wird dafür von Präsident John F. Kennedy geehrt.
Die internationalen Expeditionen der 30er Jahre von Professor Günter O. Dyhrenfurth, der einem forscherischen Ethos und menschlich verantwortungsvollem Handeln verpflichtet war, und seiner Frau Hettie müssen vor dem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund dieser Zeit gesehen werden: Schon lange vor der Machtergreifung Hitlers herrscht im Alpinismus, nicht nur in Deutschland, ein ausgeprägter nationaler, bisweilen nationalistischer Ton vor, besonders wenn es darum geht, den „Dritten Pol“, wie es damals hieß, die höchsten Berge der Erde zu „erobern“. Dieses Wettrennen wird in der Folge unzähligen Bergsteigern das Leben kosten.
Günter Oskar Dyhrenfurth und seiner Frau Hettie werden für ihre bahnbrechenden Himalaya-Expeditionen 1930 und 1934 bei den olympischen Spielen von Berlin 1936 – bei denen auch Filme gedreht werden – mit der Olympischen Goldmedaille für besondere Leistungen im Alpinismus geehrt. Hettie Dyhrenfurth gelingt 1934 die Erstbesteigung des Sia Kangri (Queen Mary Peak, 7.315m), sie hält damit über 25 Jahre lang den Höhenweltrekord für Frauen.
Der 19-jährige Norman begleitet seine Mutter auf den Vortragsreisen und wird vom Zweiten Weltkrieg überrascht. Er bleibt in den USA, wo er als Schilehrer, Bergführer und Kameramann arbeitet, nimmt an Expeditionen teil (Alaska, 1938) und erhält nach Kriegsende eine Professur für Kinematographie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Er bewegt sich umsichtig zwischen seiner Lehrtätigkeit und seiner Profession als Kameramann und Regisseur. Zahlreicher Dokumentarfilme entstehen. 1952 kommt die Einladung, an der zweiten Schweizer Expedition zum Everest teilzunehmen, die den Gipfel nur knapp verfehlt. Von da an ist Dyhrenfurth dem Himalaya verfallen, gibt seine sichere Professur auf, organisiert Expeditionen und filmt (Lhotse 8.511m, 1955, Dhaulagiri 1960, Everest 1963, Everest Südwestwand Everest, 1971). Er arbeitet zusammen mit seinem Freund und Oscar-Preisträger Fred Zinnemann, Clint Eastwood u.a. Norman Dyhrenfurth lebt in Salzburg.
Gleichzeitig hat der Regisseur des Films, Andreas Nickel, das Buch „Günter, Hettie, Norman Dyhrenfurth – Zum Dritten Pol“ (AS-Verlag 2007) und den Bildband „Himalaya – Norman Dyhrenfurth“ (ebenfalls AS-Verlag 2007) herausgebracht.

Der Film lief zuletzt am 29.11.2007.

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