MASCULIN-FEMININ

MASCULIN-FEMININ ODER: DIE KINDER VON MARX UND COCA COLA

Frankreich 1965; Regie: Jean-Luc Godard; Drehbuch: Jean-Luc Godard; Kamera: Willy Kurant; Schauspieler: Jean-Pierre Léaud, Chantal Goya, Marlène Jobert, Michel Debord; Produzent: Anouchka Films, Argos Films; Musik: Francis Lai; 110 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch
FSK 12

Paul, soeben aus dem Militärdienst zurückgekehrt, ist zwar aus der Partei ausgetreten, doch nicht entpolitisiert. Von seinem Freund Robert wird er täglich aufgefordert, seinen Romantizismus aufzugeben. Madeleine arbeitet bei einer Jugendzeitung und besingt ihre erste Schallplatte. Paul interviewt im Auftrag eines Meinungsforschungsinstitutes die „Mademoiselle 19 ans“ des Jahres 1965. Er wohnt bei Madeleine und ihren Freundinnen Catherine und Elisabeth. Robert interessiert sich für Catherine, aber eigentlich mehr für die soziale Existenz, die sein Bewusstsein bestimmt. Paul nimmt in einer Schallplattenaufnahmekabine ein Gedicht für Madeleine auf.
Godard erforscht im französischen Wahlwinter 1965 im Interview-Stil die Probleme der Generation der Zwanzigjährigen, der „Kinder von Marx und Coca Cola“. Die „fünfzehn präzisen Ereignisse“ (Godard) werden fragmentiert präsentiert, sind jedoch stets in der Realität jener Zeit verankert: der Film ist datierbar wie eine Zeitung. Mit MASCULIN - FEMININ beginnt Godards Interesse für den dialektischen Materialismus und die Politik. Er will, so Godard, nicht politische Filme, sondern Filme politisch machen.

Der Film lief zuletzt am 13.10.2007.

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