DER GROSSE AUSVERKAUF

Deutschland 2006; Regie: Florian Opitz; Drehbuch: Florian Opitz; Kamera: Andy Lehmann; Produzent: Arne Ludwig, Felix Blum, Holger Hage; Musik: Pluramon; 94 Min., OF Englisch, Spanisch, Zulu mit UT in Deutsch
FSK 12

Wenn in den Nachrichten von Privatisierung und Globalisierung die Rede ist, bleiben diese Begriffe meist seltsam abstrakt. In seinem Dokumentarfilm DER GROSSE AUSVERKAUF zeigt der deutsche Regisseur Florian Opitz, was Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt wirklich bedeutet und wie sie das Leben der Menschen verändert. In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen zeichnet der Film einfühlsame Porträts von betroffenen Menschen aus verschiedenen Kontinenten: ein britischer Lokführer, eine philippinische Mutter, ein südafrikanischer Aktivist und die Bürger einer bolivianischen Stadt. Doch auch die andere Seite kommt zu Wort, diejenigen, die Privatisierungen befürworten und für die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme halten. Einfühlsam, genau und ohne ideologische Scheuklappen beschreibt der kommentarlose Film die Konsequenzen einer Wirtschaftspolitik, in der der Staat sich seiner sozialen Verantwortung immer mehr entzieht. „Mit dem Film DER GROSSE AUSVERKAUF“, so Regisseur Florian Opitz, „möchte ich zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung öffentlicher Dienste steckt. Was es für die Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt.“ „Was diesen Film besonders macht“, schreibt 3SAT.DE, „sind seine Protagonisten, die nicht nur Opfer sind, sondern trotz ihrer Misere nicht aufhören zu kämpfen.“

Der Film lief zuletzt am 19.10.2007.

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