IRINA PALM

Deutschland/Belgien/Frankreich/Luxembourg/Großbritannien 2007; Regie: Sam Garbarski; Schauspieler: Marianne Faithfull, Miki Manojlovic, Kevin Bishop, Siobhán Hewlett, Dorka Gryllus, Jenny Agutter, Corey Burke, Meg Wynn; 103 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 12

Eigentlich verbringt Maggie ihre Tage in einem spießigen Londoner Vorort mit Teekränzchen. Als die schüchterne Witwe erfährt, dass ihr Enkelkind sterbenskrank ist und nur durch eine teure Operation in Australien gerettet werden kann, will sie mit allen Mitteln die nötigen 6000 Pfund beschaffen. Also fährt sie ins Londoner Vergnügungsviertel Soho und betritt mit dem Mut der Verzweiflung einen Sexclub, der eine „Hostess“ sucht. Dem Clubbesitzer Miki gefallen ihre weichen, zarten Hände, und er führt sie sogleich in die Arbeit ein, von der sie bisher nicht die geringste Ahnung hatte: Hinter einer Wand mit einem Loch Männer mit der Hand zu befriedigen. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten arrangiert sich Maggie mit der Akkordarbeit der etwas anderen Art und genießt unter dem Künstlernamen „Irina Palm“ in einschlägigen Kreisen schon bald einen legendären Ruf. Ihr Sohn und ihre Freundinnen aus der Nachbarschaft hingegen haben für Maggies neue Karriere nur wenig Verständnis.
Mit IRINA PALM, einem bejubelten Wettbewerbsbeitrag der heurigen Berlinale, erzählt der Münchner Regisseur Sam Garbarski von einer Frau, die ihr Glück und einen Neuanfang im denkbar unromantischsten aller Milieus findet. In der Rolle der zögernden, mutigen und anpackenden Witwe mit der tiefen, aber warmen Stimme brilliert die britische Pop-Ikone Marianne Faithfull. In Kittelschürze tritt sie ihren Dienst an, und packt am Masturbationstischchen auch schon mal ihre Tupperdose mit Pausenbrot aus. Immer mehr sagt sie sich von ihrem alten Leben los und gewinnt stetig an Selbstbewusstsein. Sam Gabarski inszeniert diese ungewöhnliche Geschichte mit viel groteskem Humor und kümmert sich dabei nur wenig um politische Korrektheit, wiewohl die Geschichte nie ins Pornographische abgleitet. „Marianne Faithfull“, schreibt DIE ZEIT, „steigt in IRINA PALM zur großen Schauspielerin auf: Eine liebenswertere und zugleich radikalere Umwertung einer erotischen Ikone war selten zu sehen.“ Und auch PROGRAMMKINO.DE meint: „Dass IRINA PALM, diese romantische Tragikomˆdie in einer Umgebung maschineller Triebabfertigung, gelingt, ist zu gro_en Teilen der anbetungsw¸rdigen Marianne Faithfull zu verdanken.“

Der Film lief zuletzt am 23.06.2008.

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