DIE FäLSCHER

Deutschland/Österreich 2006; Regie: Stefan Ruzowitzky; Drehbuch: Stefan Ruzowitzky; Kamera: Benedict Neuenfels; Schauspieler: Karl Markovics, August Diehl, Marie Bäumer, Dolores Chaplin; 98 Min., OF Deutsch
FSK 12

Als in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs die Lage zunehmend aussichtslos wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen wurden hierfür unter dem Decknamen ›Unternehmen Bernhard‹ eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt eingerichtet und mit Häftlingen besetzt, die den Plan umsetzen sollten – professionelle Drucker, preußisch korrekte Bankbeamte und Vorstadt-Handwerker. Sie alle hatten die Wahl: Kooperieren oder der sichere Tod.
Basierend auf den Erinnerungen von Adolf Burger (DES TEUFELS WERKSTATT), einem der letzten lebenden Zeitzeugen, erzählt Stefan Ruzowitzky in DIE FÄLSCHER von einem weitgehend unbekannten Kapitel der deutschen Geschichte. Wiewohl der Film in einem KZ spielt, inszeniert Ruzowitzky seine Geschichte unterhaltsam und spannend. Ein sehr direkte Erzählweise und eine agile Handkamera ziehen den Zuseher in das Geschehen, ohne dass je die Grenze zum Betroffenheitskino überschritten würde. ›DIE FÄLSCHER‹, schreibt DIE ZEIT, ›ist ein beeindruckender Film, der vom Zwiespalt der Kollaborateure im Todeslager erzählt. Dass sich darin die Konflikte in den Gesichtern und an der Körpersprache ablesen lassen, ist nicht nur den Schauspielern Karl Markovics und August Diehl, sondern auch einer hochaufmerksamen Kamera zu verdanken.‹

Der Film lief zuletzt am 09.03.2010.

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