LITTLE MISS SUNSHINE

USA 2005; Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris; Drehbuch: Michael Arndt; Kamera: Tim Suhrstedt; Schauspieler: Steven Carell, Toni Collette (Sheryl), Greg Kinnear, Alissa Anderegg, Alan Arkin; Musik: Mychael Danna, Devotchka; 99 Min., engl.OmU
FSK 10, FSK 14 empfohlen

Im Haushalt der Hoovers in Albuquerque, New Mexiko, regieren die Schrullen und die Ticks. Der Opa ist gerade wegen Heroinkonsums aus dem Altersheim geflogen. Der Sohn, ein pubertierender Nietzscheaner, hat ein Schweigegelübde abgelegt. Der Onkel, Amerikas Proust-Kenner Nummer Eins, hat gerade einen Selbstmordversuch hinter sich, weil ihm der zweitbeste Proust-Experte Amerikas seinen Liebhaber ausgespannt hat. Die Mutter ist überfordert, und der Vater ein gescheiteter Erfolgsguru mit unbeirrbarem Optimismus. Und dann wird schließlich die 7-jährige Tochter, ein leicht pummeliges Mädchen mit dicken Brillengläsern, das vom Sieg in einer Misswahl träumt, tatsächlich zum Little Miss Sunshine-Wettbewerb eingeladen. Mit einem altersschwachen VW-Bus bricht der skurrile Familienclan schließlich nach Kalifornien auf.
Mit LITTLE MISS SUNSHINE, dem Oscar nominierten Indie-Überraschungshit, gelingt dem Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris eine wunderbar groteske und unterhaltsame Satire auf Erfolgsdruck und Schönheitswahn. Der Film überzeugt mit verspieltem Wortwitz, Situationskomik, einem schönen Soundtrack (Sufjan Stevens) und einer glaubwürdigen Figurenentwicklung. ›LITTLE MISS SUNSHINE‹, schreibt EPD-FILM, ›st ein bezauberndes Regiedebüt – geprägt von lakonischem Humor und hervorragenden Schauspielerleistungen.‹

Der Film lief zuletzt am 11.01.2008.

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