12 TANGOS

ADIóS BUENOS AIRES

Deutschland 2005; Regie: Arne Birkenstock; Drehbuch: Arne Birkenstock; Kamera: Volker Noack; Schauspieler: Roberto Tonet, Marcela Maiola, Yolanda Zubieta; Musik: Luis Borda, Maria de la Fuente, Gabriel Menendez, Jorge Sobral, Eduardo Borda, José Libertella, Las Muñecas; 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
FSK 10

In der Catedral, einem 200 Jahre alten Kornspeicher in Buenos Aires, spielt ein argentinisches Tango-All-Star-Orchester 12 bekannte Tangos, während sich die Gäste des allwöchentlichen Tangoballs dazu im Kreise drehen. Im Mittelpunkt stehen der 71-jähreige Berufstänzer Roberto Tonet und die 20-jährige Tänzerin Marcela Maiola. Tonet hat seine Rente während der Bankenkrise verloren, Marcela bereitet ihre Auswanderung nach Europa vor. Im angesagtesten Tangoschuppen der Stadt tummeln sich aber auch noch ein 70-jähriger Agit-Prop-Lyriker, ein Zeitungsausträger sowie die fünf Freaks der Trashrockband Las Munecas, die hier in der Catedral leben, Tangobälle ausrichten und Gardel-Lieder auf ihren E-Gitarren interpretieren.
Der deutsche Tangospezialist Arne Birkenstock platziert Tango gemeinhin Ausdruck von Krise und Hoffnungslosigkeit in seinem Dokumentarfilm 12 TANGOS ADIOS BUENOS AIRES in ein von wirtschaftlichen und politischen Krisen geschütteltes Buenos Aires. Unaufgeregt montiert er Statements, Musik, Tanz, alte Fotos, neue Demos und privates Familienleben zusammen, organisch fügen sich darin Tango, Krise, Ein- und Auswanderung ein. 12 TANGOS, schreibt EPD-FILM ist kein fröhlicher Tanzfilm, der alte Tango-Klischees von Machos und schönen Frauen bestätigt, sondern eine ausgewogene Reflexion über Tango als Ausdruck eines Lebensgefühls.

Der Film lief zuletzt am 30.09.2010.

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