THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY

Deutschland/Spanien/Frankreich/Irland/Italien/Großbritannien 2006; Regie: Ken Loach; Kamera: Barry Ackroyd; Schauspieler: Cillian Murphy, Padraic Delaney, Liam Cunningham, Gerard Kearney, Orla Fitzgerald, u.a.; Musik: George Fenton; 124 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 16


Im irischen Unabhängigkeitskrieg des Jahres 1920 eskaliert die Gewalt durch das brutale Vorgehen auf beiden Seiten, der IRA und dem britischen Paramiltär "Blacks and Tans". Als der junge Damien, der eigentlich nach London will, um Arzt zu werden, am Bahnhof Zeuge der britischen Willkür und Gewalt wird, beschließt er, in Irland zu bleiben und sich - wie sein Bruder Teddy - dem Widerstand anzuschließen. Es folgen weitere Anschläge auf die Zivilbevölkerung durch die Briten, auf welche die Partisanen ihrerseits mit hinterlistigen Morden an Offizieren und Raubzügen durch Kasernen antworten. Damien wird immer heftiger von dieser Gewaltspirale mitgerissen, auf deren Höhepunkt er selbst einen jungen Verräter erschießt. Der im Juli 1921 mit den Briten geschlossene Friedensvertrag spaltet in der Folge nicht nur ganz Irland, sondern zieht auch einen tiefen Graben zwischen den Brüdern Damien und Teddy.

Mit THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY schließt der linke britische Regisseur Ken Loach an Filme wie LAND OF FREEDOM oder CARLA'S SONG an, die ebenfalls vom Freiheitskampf erzählen, und vom Umschlagen von revolutionären Bewegungen in ihr Gegenteil. Am Beispiel des irischen Befreiungskampfes macht er deutlich, dass es bei all diesen blutigen Auseinandersetzungen keine "Guten" geben kann. Wo anfangs idealistische Ziele prangen, macht sich schnell blinde Wut breit. Loach zeigt die ganze Palette der Grausamkeiten: die Morde, die Brandschatzungen. In den Folterszenen sind die historischen Parallelen zum gegenwärtigen Irak-Krieg mehr als offensichtlich. "Mit THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY", schreibt die FAZ, "wirft Ken Loach einen melancholischen Blick auf die Geburt des Widerstands im Irland der 20er Jahre und stellt hierbei seine sozialistischen Ideale gnadenlos über die Liebe." Und BLICKPUNKT:FILM urteilt: "Das Drama funktioniert mit seinen sorgfältig komponierten Bildern sowohl als packende Geschichtsstunde als auch als Gleichnis über die Entzweiung eines Landes." THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY wurde 2006 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Der Film lief zuletzt am 17.03.2016.

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