DARATT - DRY SEASON

Chad/Österreich/Belgien/Frankreich 2006; Regie: Mahamat-Saleh Haroun; Drehbuch: Mahamat-Saleh Haroun; Kamera: Abraham Haile Biru; Schauspieler: Mahamat Saïd Abakar, Khayar Oumar Defallah, Amaboua Lamana; Musik: Wasis Diop; 95 Min., franz./arab.OmU
FSK 12

Mahamet-Saleh Haroun ist bekannt als einer der wichtigsten, zeitgenössischen Filmemacher Afrikas. Auf den ersten Spielfilm BYE BYE AFRICA folgte der hoch gelobte ABOUNA, ein einfühlsamer und berührender Bericht zweier Jungen auf der Suche nach dem vermissten Vater. Wie diese früheren Arbeiten ist DARATT täuschend einfaches, elegant cineastisches Geschichtenerzählen - trotz seiner Schlichtheit reich an Bedeutung und Relevanz für unsere Zeit. Der Film greift dieselbe Frage auf, die auch Mozart in "La clemenza di Tito" stellte: Sind Vergebung und Versöhnung in unserem durch Krieg erschütterten Jahrhundert überhaupt möglich? Überall auf der Welt, vor allem aber in Afrika, ist diese Frage von vorrangiger Bedeutung.
Im Tschad, einem Land, in dem der Bürgerkrieg den Film fast unmöglich machte, wird einem jungen Mann von seinem Großvater ein Revolver gegeben. Der junge Mann macht sich auf den Weg, an dem Mörder seines Vaters Rache zu üben, der Monate vor der eigenen Geburt getötet wurde. Er findet den Mörder - jetzt eine respektierte Persönlichkeit von 60 Jahren - in seiner kleinen Bäckerei und beginnt für ihn zu arbeiten. Er lernt Brot zu backen und langsam entwickelt sich eine merkwürdige Beziehung zwischen den beiden; der Ältere würde den Jüngeren sogar gern als Sohn adoptieren.

Der Film lief zuletzt am 23.02.2007.

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