LICHTER DER VORSTADT

LAITAKAUPUNGIN VALOT

Deutschland/Finnland/Frankreich 2005; Regie: Aki Kaurismäki; Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Schauspieler: Janne Hyytiäinen, Maria Heiskanen, Maria Järvenhelmi, Ilkka Koivula; Musik: Melrose; 78 Min., finn.OmU
FSK 14

Koistinen ist ein einsamer Wachmann in einer modernen Shopping Mall. Als er eines Tages nach der Arbeit durch die verlassenen Strassen der Stadt streift, macht er die Bekanntschaft mit der Blondine Mirja. Die begehrenswerte Frau spielt ihm Liebe vor, und Koistinen glaubt daran. Doch in Wirklichkeit ist sie nur der Lockvogel eines Gangsters. Eines Nachts nimmt Mirja den Schlüsselbund des Wachmanns an sich, und der Gangster raubt einen Juwelier aus. Jeder glaubt, Koistinen habe mit den Gangstern gemeinsame Sache gemacht. Obwohl unschuldig, wird er ins Gefängnis gesteckt. Nicht nur seine Arbeit und Freiheit sind verloren, sondern auch seine Träume scheinen für immer dahin. Einzig Aila, die eine Imbissbude unter den Lichtern der Vorstadt betreibt, verspricht Trost.
Mit LICHTER DER VORSTADT beschließt Aki Kaurismäki seine „Trilogie der Verlierer“, die er mit WOLKEN ZIEHEN VORÜBER und DER MANN OHNE VERGANGENHEIT begonnen hat. An diese beiden Filme schließt LICHTER DER VORSTADT nicht nur inhaltlich, sondern auch inszenatorisch und atmosphärisch an. Die stilisierten Bilder sind minimalistisch wie eh und je, der Blick auf den Lauf der Dinge gewohnt lakonisch und die wortkargen Schauspieler ertragen ihr schweres Schicksal zu tief traurigen, alten Tangos einmal mehr mit melancholischen Blicken. Nicht zuletzt verbeugt sich Kaurismäki mit diesem Film vor Charlie Chaplin und seiner Figur des Tramp sowie dem film noir, dessen wichtigste Versatzstücke hier zitiert werden. „In LICHTER DER VORSTADT“, schreibt DER SPIEGEL, „gibt es alles, was man in Kaurismäki-Filmen zu schätzen gelernt hat: den dickflüssigen Kaffee, das andauernde Zigaretten-Qualmen und die langen, wunderschön komponierten Kameraeinstellungen, in denen die ganze Tragweite der Tragödie konzentriert ist. Ein finnischer film noir mit viel Herz und Mitgefühl.“

Der Film lief zuletzt am 26.01.2007.

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