MARIE ANTOINETTE

Japan/Frankreich/USA 2006; Regie: Sofia Coppola; Drehbuch: Sofia Coppola nach Antonia Fraser; Kamera: Lance Acord; Schauspieler: Kirsten Dunst, Jason Schwartzman, Rip Torn, Judy Davis, Asia Argento, Marianne Faithfull; Produzent: Sofia Coppola; Musik: Jean-Benoît Dunckel, Nicolas Godin, Air, The Cure, The Strokes; 123 Min., engl.OmU
Ohne Altersbeschränkung, FSK 12 empfohlen

Kurz


Marie Antoinette wird von ihrer Mutter, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, mit dem französischen Thronfolger Ludwig XVI. verheiratet. Die 14-jährige Prinzessin trifft auf eine völlig neue Welt. Um den Intrigen am Hof zu entfliehen, stürzt sie sich in einen dekadenten Konsumrausch und prägt mit ihrer Mode den Stil des 18.Jahrhunderts. MARIE ANTOINETTE ist ein Pop-Film mit rosa Barbie-Ästhetik und mit Popsongs von The Strokes über The Cure bis zu Air.

Inhalt


Marie Antoinette wird aus politischem Kalkül ihrer Mutter, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, als Teenager mit dem französischen Thronfolger Ludwig XVI. verheiratet. Schweren Herzens muss die 14-jährige Prinzessin ihre Heimat und Vergangenheit zurücklassen und trifft auf eine völlig neue Welt. Am französischen Hof herrschen andere Sitten und ihr Ehemann geht lieber auf die Jagd als seinen ehelichen Pflichten nachzukommen. Gelangweilt von ihrer Ehe und um den Intrigen am Hof zu entfliehen, gibt sich Marie Antoinette pompösen Festen in einer vom Rest der Gesellschaft abgeschotteten Atmosphäre hin. Lebensfroh, Vergnügungssüchtig und verschwenderisch stürzt sie sich in einen dekadenten Konsumrausch und prägt mit ihrer Mode den Stil des 18.Jahrhunderts.
Trotz aufwendiger Kostüme und Originalschauplätzen liefert Sofia Coppola (LOST IN TRANSLATION) mit MARIE ANTOINETTE keine historische Rekonstruktion des Ancien Régime, sondern vielmehr eine sehr moderne Maskerade in Pink und Pastell. Coppolas Bild von Marie Antoinette ist ein ganz und gar gegenwärtiges, in der Sprache, in den Gesten. MARIE ANTOINETTE ist ein Pop-Film – mit rosa Barbie-Ästhetik, mit der Rock-Legende Marianne Faithfull als Kaiserin Maria Theresia und mit Popsongs von The Strokes über The Cure bis zu Air. Der weltfremde Hochadel in diesem Film erinnert bisweilen an die oberflächliche Celebrity-Kultur der Jetzt-Zeit, an Teeniestars oder Pop-Prinzessinen im Stile von Paris Hilton. „Sofia Coppola“, schreibt EPD-FILM, „ versteht sich höllisch gut darauf, die Oberflächenphänomene der feudalen Vergangenheit mit denen der liberalen Gegenwart zu verschmelzen, Alt und Neu sind hier perfekt in- und übereinandergeblendet.“ Und die FAZ urteilt: „In MARIE ANTOINETTE weht zwei Stunden lang mit Pomp und Pop und Pastell eine frische Brise durchs späte 18. Jahrhundert.“

Der Film lief zuletzt am 01.05.2007.

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