DIE ERDE VON OBEN

LA TERRE VUE DU CIEL

Frankreich 2004; Regie: Renaud Delourme; Drehbuch: Renaud Delourme, Patrick Vanetti; Produzent: Montparnasse Productions, Altitude; Musik: Armand Amar; 67 Min., franz.OmU
Ohne Altersbeschränkung

Dokumentation, ab 6 Jahren

Die bildgewaltige fotografische Dokumentation DIE ERDE VON OBEN entführt den Zuseher zu einigen der faszinierendsten Orten unseres Planeten und präsentiert diese dem Betrachter aus einem völlig neuen Blickwinkel. Ausgangsmaterial für die Entdeckungsreise rund um den Globus sind rund 170 Bilder des weltbekannten Luftbildfotografen Yann Arthus-Bertrand. Regisseur Renaud Delourme filmt diese Luftaufnahmen gleichsam ab, er betrachtet sie mittels unterschiedlicher Vergrößerungsstufen, hebt Ausschnitte hervor und gleitet schließlich sanft zum nächsten Bild. Angelehnt an die biblische Schöpfungsgeschichte ist der Film in sieben Kapitel gegliedert: Genesis, Mensch, Sinne, Babel, Chaos und Ordnung, Zivilisation und Terra Incognita. Beginnend mit dem Motiv des Herzen von Voh in einem Mangrovengebiet in Neukaledonien geht die Reise über Kamelkarawanen in der afrikanischen Wüste, über die Wolkenkratzer von Tokio, den Seenpalast von Rajasthan, die pfeilförmigen Minarette der Hagia Sophia in Istanbul bis hin zu der 400 Jahre alten Eiche von Vezelay. Im Off unterhalten sich Vater und Sohn über die Verletzlichkeit des Planeten und die Verantwortung des Menschen. Der Dialog ist weniger Kommentar denn poetisch ausformulierte Vision, in welcher der Mensch sich als Teil des ganzen ökologischen Systems betrachten soll. Der Film zeigt auch die dunkle Seite des menschlichen Eingriffs in die Gestalt des Planeten, aber selbst das Böse und Hässliche präsentiert der Film in anmutig-grazilem Gewand. Untermalt werden die Bilder schließlich von einem Soundtrack, der sich von den Musiktraditionen der verschiedensten Länder inspirieren ließ. „Unmöglich“, schreibt 3SAT ONLINE über diese außergewöhnliche Dokumentation, „sich der grandiosen Ästhetik dieser langsamen, subtilen und sorgsam orchestrierten Abfolge von Bildern zu entziehen.“

Der Film lief zuletzt am 29.01.2007.

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