LAPISLAZULI
LAPISLAZULI - IM AUGE DES BÄREN
Deutschland/Österreich/Luxembourg 2006; Regie: Wolfgang Murnberger; Drehbuch: Volker Krappen; Schauspieler: Clarence John Ryan, Julia Krombach, Paula Nocker, Lena Stolze, Hans Werner Meyer, Christoph Waltz, Gregor Bloéb, Vadim Glowna; 106 Min. Ohne Altersbeschränkung
Spielfilm, ab 6 Jahren Kurz: Was geschieht, wenn ein zwölfjähriges Mädchen von heute, für die der Umgang mit Handy und MP3-Player selbstverständlich ist, mitten in der Alpen-Wildnis auf einen gleichaltrigen Jungen aus der Steinzeit trifft? Na klar, die beiden erleben haarsträubende Abenteuer. Details dazu erzählen die Regisseure Wolfgang Murnberger und Elisabeth Scharang in ihrem märchenhaften Kinder- und Abenteuerfilm "Lapislazuli - Im Auge des Bären". Inhalt: Die im Hamburg lebende zwölfjährige Sophie (Julia Krombach) kann den Tod ihrer Mutter nicht überwinden. Zwar hat ihr Vater Tom (Hans Werner Meyer) inzwischen eine neue Frau gefunden, doch Sophie will von ihrer Stiefmutter Christine (Lena Stolze) ebenso wenig wissen wie von ihrer Stiefschwester Lissy (Paula Nocker). Erst recht hat sie keine Lust auf einen gemeinsamen Alpenurlaub, aber darauf hat sie keinen Einfluss. Derweil gehen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet seltsame Dinge vor: Ein Meteoriteneinschlag hat einen Teil eines Gletschers zum Schmelzen gebracht, und die Wissenschaftler Czerny (Christoph Walz) und Heckl (Gregor Bloeb) finden anstatt der erwarteten Überreste eines Meteors ein gut erhaltenes, steinzeitliches Bärenfell. Der Urlaub auf einer abgelegenen Berghütte in der Nähe von Innsbruck entwickelt sich so, wie es Sophie befürchtet hatte: Man geht sich gegenseitig auf die Nerven. In der Absicht, auf eigene Faust wieder nach Hause zu fahren, schleicht sich Sophie eines Nachts aus der Hütte und beginnt mit einem abteuerlichen Abstieg, als plötzlich etwa Unheimliches vor ihr auftaucht. Sie stürzt und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie in Begleitung von Bataa (Clarence John Ryan), einem Jungen aus der Steinzeit, der im Gletscher vergraben war und durch den Meteoriteneinschlag wieder zum Leben erweckt wurde. Während Bataas größte Sorge seinem verlorengegangenen Bärenfell gilt, sorgt sich Sophie sowohl um die Gesundheit des Jungen als auch um die ihn suchenden Wissenschaftler, von denen Bataa nicht viel Gutes zu erwarten hätte. Schließlich stoßen die beiden auf die Hütte eines Einsiedlers (Vadim Glowna), der - wenn auch nach einigen Mühen - davon überzeugt werden kann, dass seine Hilfe gefragt ist... Inhaltsangabe: Er ist ein Neandertalerjunge. Sie ein Großstadtkind. Zwischen ihnen liegen Welten. Aber nichts kann sie trennen. Mitten in der Bergwildnis der Alpen schlägt ein glühender Meteorit in einen Gletscher ein und erweckt einen im Eis eingefrorenen Neandertalerjungen zu neuem Leben. Dieser Junge, Bataa, begegnet Sophie, einem von einer Ferienhütte in den Bergen ausgerissenen Mädchen. Anfangs scheinen beide durch Sprache und Zeit getrennt, doch entdecken sie schnell Gemeinsamkeiten: Sophie hat ihre Mutter verloren und kann sich in ihrer neuen Patchworkfamilie nicht zurechtfinden, und auch Bataa fühlt sich verlassen und sehnt sich nach seiner Familie. Beide brauchen einander und erleben eine ganz besondere Freundschaft, die urplötzlich in Gefahr gerät, als Wissenschaftler die zwei aufspüren und Bataa wie ein wildes Tier einfangen wollen. Sophie hilft ihm zu fliehen. Sie verstecken sich in einer uralten, geheimen Höhle, einer heiligen Stätte der Neandertaler, in der sich Bataa nach einem geheimnisvollen Ritus die Haare mit Lapislazuli blau färbt. Als Bataa krank wird, überredet Sophie ihren Freund, mit ihr ins Tal zu gehen. Doch je mehr sich die beiden der modernen Zivilisation nähern, desto schlimmer wird Bataas Erkrankung. Sophie muss erkennen, dass Bataa für unsere heutige Welt nicht geschaffen ist, und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...
Der Film lief zuletzt am 07.01.2007.
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