VITUS

Schweiz 2005; Regie: Fredi M. Murer; Drehbuch: Peter Luisi, Fredi M. Murer, Lukas B. Suter; Kamera: Pio Corradi; Schauspieler: Fabrizio Borsani, Teo Gheorghiu, Julika Jenkins, Urs Jucker, Bruno Ganz, Eleni Haupt, Kristina Lykowa, Tamara Scarpellini, Daniel Rohr, Norbert Schwientek, Heidy Forster, Daniel Fueter; Musik: Mario Beretta; 122 Min., Fassung auf Deutsch
FSK 6, FSK 12 empfohlen

Kurz


Vitus ist ein musikalisch hochbegabtes Wunderkind. Doch das kleine Genie bastelt lieber in der alten Schreinerei seines Großvaters, einem eigensinnigen, leicht widerborstigen Lebensphilosophen, und wünscht sich nichts weiter als eine normale Kindheit. Indem der Regisseur für die Hauptrolle tatsächlich einen jungen Klaviervirtuosen gefunden hat, gelingt dem Film die unglaublich authentische Charakterisierung eines in vielerlei Hinsicht besonderen Jungen. Vitus Schauspielpartner ist ein gewohnt großartiger Bruno Ganz, dem die Rolle des sympathischen Großvaters sichtbar auf den Leib geschrieben wurde.

Inhalt


Vitus ist ein Wunderkind wie es im Buche steht. Statt Bilderbücher liest er schon im Kindergarten den Brockhaus. Mit seiner klaren mathematischen Logik bringt er in der Schule die Lehrer und seine Mitschüler gegen sich auf. Vor allem aber ist er auch musikalisch hochbegabt: Er hat das Gehör einer Fledermaus und spielt Klavier wie ein junger Mozart. Kein Wunder, dass seine Eltern eine fantastische Karriere wittern: Vitus soll Pianist werden. Doch das kleine Genie bastelt lieber in der alten Schreinerei seines Großvaters, einem eigensinnigen, leicht widerborstigen Lebensphilosophen, und wünscht sich nichts weiter als eine normale Kindheit. Zusammen mit dem Großvater träumt er vom Fliegen und findet dank dessen Hilfe auch den Ausweg, mit dem er sich dem Druck der Eltern und der Gesellschaft zeitweilig entziehen kann.
Zwanzig Jahre nach seinem Meisterwerk HÖHENFEUER stellt der Schweizer Fredi M. Murer erneut ein außergewöhnliches Kind in sein Zentrum. Indem der Regisseur für die Hauptrolle tatsächlich einen jungen Klaviervirtuosen gefunden hat, gelingt dem Film die unglaublich authentische Charakterisierung eines in vielerlei Hinsicht besonderen Jungen. Vitus Schauspielpartner ist ein gewohnt großartiger Bruno Ganz, dem die Rolle des sympathischen Großvaters sichtbar auf den Leib geschrieben wurde. ›VITUS‹, so Regisseur Murer, ›ist für mich in erster Linie eine Liebeserklärung an die inspirierende und versöhnliche Kraft der Musik. Aber auch eine Liebeserklärung an die ›Sehnsucht des Lebens nach sich selbst‹, die sich in der Kindheit am reinsten und eigenwilligsten manifestiert.‹ ›Es gibt nicht viele Regisseure‹, schreibt EPD-FILM, ›die sich dem Thema Hochbegabung aus der Sicht des talentierten Kindes nähern und das mit so viel Humor und Verständnis unternehmen, wie es Fredi M. Murer in VITUS gelingt.‹ Und der TAGES-ANZEIGER urteilt: ›Einer der schönsten und vielschichtigsten Schweizer Spielfilme der letzten Jahre.‹

Der Film lief zuletzt am 16.09.2007.

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