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WER FRÜHER STIRBT, IST LÄNGER TOTDeutschland 2005; Regie: Marcus H. Rosenmüller; Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch; Kamera: Stefan Biebl; Schauspieler: Markus Krojer, Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Saskia Vester, Franz Xaver Brückner, Johann Schuler, Sepp Schauer, Heinz-Josef Braun, Tim Seyfi; Musik: Gerd Baumann; 105 Min., deutsche Originalfassung
KurzDer elfjährige Sebastian hat für sein Alter schon ein beachtliches Sündenregister vorzuweisen. Als er jedoch erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, fühlt er sich fortan auch schuldig an ihrem Tod. Da er, wie er meint, nach seinem Tode auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er alles daran, entweder unsterblich zu werden, oder sich von seinen Sünden reinzuwaschen. Die Stammtischler im Gasthaus seines Vaters stehen ihm dabei mit freundschaftlichem Rat zur Seite. Mit den Mitteln des magischen Realismus wirft der junge Filmemacher Marcus Hausham Rosenmüller einen schrulligen Blick auf das Landleben in Bayern.< InhaltDer elfjährige Sebastian aus dem bayrischen Germringen hat für sein Alter schon ein beachtliches Sündenregister vorzuweisen. Unter anderem hat er die Hasen Karl, Vinzenz und Walburga sowie eine Katze auf dem Gewissen. Als er jedoch erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, fühlt er sich fortan auch schuldig an ihrem Tod. Da er, wie er meint, nach seinem Tode auf jeden Fall im Fegefeuer landen wird, setzt er in der Folge alles daran, entweder unsterblich zu werden, oder sich von seinen Sünden reinzuwaschen. Die Stammtischler im Gasthaus seines Vaters stehen ihm dabei mit freundschaftlichem Rat zur Seite. Ein unsittlicher Antrag an seine hübsche Lehrerin führt ihn vorerst nicht zum gewünschten Erfolg. Erst der Radiomoderator Alfred bringt ihn auf die zündende Idee: unsterblich machen kann ihn die Rockmusik. Und dann meint Sebastian auch noch von seiner Mutter ein Zeichen erhalten zu haben: Um seine Sünden abzuarbeiten, muss er für seinen Vater eine neue Frau finden. Das findet auch der Stammtisch: ›Eine mit G’schick, Grips und einem g’scheiten Arsch!‹In seinem Debütfilm WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT erzählt der junge Filmemacher Marcus Hausham Rosenmüller eine umtriebige Lausbubengeschichte als waghalsigen Mix der Genres. ›Das Fantastische und Surrealistische‹, so der Regisseur, ›vermischt sich hier mit einem traditionellen Volkstheaterhumor: Ich mag guten Komödienstadl genauso wie Karl Valentin und Luis Bunuel.‹ Mit den Mitteln des magischen Realismus wirft Rosenmüller demgemäß einen schrulligen Blick auf das Landleben in Bayern und erfindet hierbei immer wieder wunderbar absurd-makrabe Situationen. Nicht zuletzt wird hier so unverkrampft und humorvoll, wie dies nur in Bayern möglich ist, über den Tod debattiert. Gestorben werden müsse schon allein deshalb, so die Überzeugung der Stammtischler, weil es sonst ja irgendwann keinen Platz mehr am Stammtisch gäbe. ›Es ist eine Mischung aus düsterem Katholizismus, ungezügelter Kinderfantasie und aberwitzigen Alpträumen, aus Laientheater, Stammtischlatein und Einmann-Radioperformance‹, schreibt EPD-FILM, ›welche dieses Filmdebüt zu einem ziemlich irrwitzigen Cocktail macht.‹ Beim diesjährigen Münchner Filmfest wurde der Film mit dem Förderpreis in der Kategorie ›Beste Regie‹ ausgezeichnet. Der Film lief zuletzt am 06.04.2008. Links |
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