MUSIKFILMNACHT: WENN DIE ZAHNRÄDER MENSCHEN WERDEN - MOZART IN LOVE

Deutschland/USA 2005; Regie: Uli Aumüller, Hanne Kaisik, Mark Rappaport; 155 Min., deutsche OF - dt/engl. Fassung
Ohne Altersbeschränkung

Wenn die Zahnräder Menschen werden

Das Klavierkonzert von György Ligeti


D 1996, Regie/Buch: Uli Aumüller und Hanne Kaisik, 60 Min

Im Zentrum dieser Musikdokumentation steht das Konzert für Klavier und Orchester ( komp.1985 – 88) von György Ligeti, interpretiert vom Pariser Ensemble Intercontemporain unter der Leitung von Pierre Boulez, Solist ist Pierre – Laurent Aimard. Vor und zwischen den Sätzen des Klavierkonzertes wird der Mensch György Ligeti portraitiert, vor allem die wechselseitigen Bedingungen zwischen Werk und Biografie. Gleichzeitig führen diese Passagen erzählerisch in die jeweilige Ideenwelt der einzelnen Sätze des Klavierkonzerts ein. Ligeti trifft im Film vor allem die Menschen, die ihn während des Entstehungsprozesses des Konzertes entscheidend beeinflusst haben.

Mozart in Love


USA 1975; Regie/Buch: Mark Rappaport; Kamera: Jack Newman; Musik: M: Wolfgang Amadeus Mozart, Hector Berlioz, Christoph Willibald Gluck, Jule Stein, Leo Robin, mit: Sissy Smith, Rich La Bonte, Margot Breier u.a. (95 Min, dt/engl. Fassung)

Einführung: Jürg Stenzl
Mozart-Filme sind, fast ausschliesslich, Filme über Mozarts Biographie, vom frechen Wunderkind bis (und das vor allem) seinem Sterben. Wenn es Mozart-Filme gibt, bei denen das, was Mozart zu Mozart macht, nämlich seine Musik im Mittelpunkt steht, sind es ›Underground-Filme‹, die selten zu sehen sind. Mozart in Love des Filmemachers Mark Rappaport ist in Europa erstmals 2006 beim Weimarer Kunstfest ›pèlerinages‹ öffentlich gezeigt worden und nun auch in Salzburg zu sehen.
Der amerikanische Experimental-Filmer Mark Rappaport verweigert sich in seinem unabhängig produzierten Film den Standards der filmischen Biographik: Er erzählt Mozart in einem Spiel aus Illusion und Realität. Der geniale Komponist erscheint hier in einer Mischung aus Intrigen, Witz und Inspiration, wobei sein größtes Interesse den Weber-Schwestern gilt. Aloisa – er liebt sie, sie ihn nicht. Konstanze – er liebt und heiratet sie. Und Sophie – sie liebt ihn, er sie jedoch nicht. In diesem Fokus erscheinen die kostümierten Schauspieler vor Hintergrund-Projektionen, die auf artifizielle Weise Mozarts Leben kommentieren. In einer Abfolge von Mozart-Arien mimen die Schauspieler ihre Rollen.
(Filmbeschreibung aus: Kommunales Kino Weimar)

Der Film lief zuletzt am 03.11.2006.

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