DER LEIB DER BLEIBT AM KANAPEE

Österreich 2004; Regie: Daniel Pöhacker; Drehbuch: Daniel Pöhacker; Kamera: Daniel Pöhacker; Schauspieler: Reinhold Drugowitsch, Gottfried Stöckl, Albert Weber, Bäckerei Eberle, Katze Lisa, Ernst Obertautsch, Walter Lipnik, Adolf Berger; Produzent: Daniel Pöhacker; 125 Min., deutsche OF
FSK 12

In seinem Debütfilm folgt der Tiroler Filmemacher und Kameramann Daniel Pöhacker dem in Hall lebenden Alltagsphilosophen und Steinmetz Reinhold Drugowitsch in Vorstellungen vom Glück und zu Orten, die vom Verschwinden bedroht sind. Schauplätze sind u.a. das Wiesenfest in Bleiburg (Südkärnten), wo Drugowitsch alljährlich seine Freunde aus Kinderzeit besucht, und die alte Bäckerei in Hall, die inzwischen geschlossen ist. Aber auch die Innenwelt von Drugowitsch, für den die Geschichte vom ›Hans im Glück‹ kein Märchen ist. Trotz dem die ihm vertraute Welt, in der er aufgewachsen ist, in Auflösung begriffen ist oder zumindest anachronistischen Charakter annimmt, hält er voll Neugier an seinem Weg fest und steckt seine Umgebung mit seinen positiven, wie auch skurrilen Überlegungen und Aktionen zur Fröhlichkeit an. Er ist kein Star und kein Millionär, sondern ein Mann, der Sinn für seine Talente hat, denen er nachgeht, ohne nach äußerem Erfolg zu trachten.
Daniel Pöhacker: ›Form und Inhalt gehören zusammen. Ich wollte die Präsenz von Drugo, seine Gelassenheit, in einem ruhigen Erzählrhythmus wiedergeben. Bei den Dreharbeiten ging es mir nicht darum, Bilder zu raffen, sondern aufmerksam, geduldig zu schauen. Der Titel ist ein Zitat aus dem Film und eine schöne Metapher auf Drugos Lebensweise: Am Boden zu bleiben, nicht etwas vorzutäuschen, nur weil unsere Umwelt Druck erzeugt. Mit dem zu leuchten, was man ist.‹

Der Film lief zuletzt am 16.11.2006.

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