THANK YOU FOR SMOKING

USA 2005; Regie: Jason Reitman; Drehbuch: Jason Reitman, Christopher Buckley; Kamera: Jim Whitaker; Schauspieler: Aaron Eckhart, Maria Bello, Cameron Bright, Adam Brody, Sam Elliott, Katie Holmes, Rob Lowe, William H. Macy; Produzent: David O. Sacks; Musik: Rolfe Kent; 92 Min., engl. OmU
Ohne Altersbeschränkung

Nick Taylor ist sympathisch, gut aussehend, eloquent – und er ist Lobbyist der Tabakindustrie. Als Pressesprecher von Big Tobacco verdient er sein Geld damit, den Amerikanern zu erklären, dass Rauchen vielleicht gar nicht so ungesund ist, wie alle denken.. In Talkshows spannt er einen krebskranken Jungen für seine Zwecke ein. Dem todgeweihten Marlboro-Mann bringt er einen Koffer Schweigegeld. Mit einem Agenten aus Hollywood plant er, das Image von Zigaretten mit Hilfe eines kongenialen Product-Placement-Konzepts aufzupolieren. Und hin und wieder trifft er sich mit seinen Kollegen von der Alkohol- und Waffenlobby und streitet darüber, wer denn nun die meisten Toten zu verteidigen hat. Mit seinen berühmt-berüchtigten Aktionen zieht der Teufelsadvokat nicht nur die Aufmerksamkeit des obersten Chefs der Tabakindustrie und einer neugierigen Zeitungsreporterin, sondern auch jene eines Senators auf sich, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, der Tabakindustrie das Genick zu brechen.
Jason Reitman, Sohn des Regisseurs Ivan Reitman, präsentiert mit seinem Spielfilmdebüt eine provokante wie bitterböse Satire auf Lobbyismus, Politik, Hollywood und die Boulevardpresse. Hier bekommt jeder sein Fett weg, fanatische Politiker ebenso wie selbsternannte Gesundheitsapostel oder die übermächtige Tabakindustrie. Die Dialoge sind gewagt und bissig, der Humor pechschwarz, der Slapstick absurd und die Besetzung der Rollen bis in die kleinste Nebenrolle perfekt. „Diese politisch herrlich unkorrekte Satire“, urteilt EPD-FILM, „gehört zum Amüsantesten und Geistreichsten, das diese Kinosaison bislang zu bieten hat. Besser geht’s nicht.“ Und DIE ZEIT schreibt: „THANK YOU FOR SMOKING ist ein Film, der sosehr von seinen guten Schauspielern lebt wie von der eleganten Konsequenz, mit der er seiner Logik treu bleibt: Wahrheit ist in der Demokratie keine gültige Größe, sondern eine rhetorische Konstruktion und ein Instrument, um Interessen zu befördern.“

Der Film lief zuletzt am 15.11.2006.

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