DIE GROßE STILLE

DIE GROSSE STILLE

Deutschland 2005; Regie: Philip Gröning; Drehbuch: Philip Gröning; Kamera: Philip Gröning; 162 Min., OF Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Kurz


Der Orden der Karthäuser gilt als einer der strengsten Orden der katholischen Kirche. Seit der Ordensgründung 1084 hat sich die Lebensform der Eremiten, die aus Gebeten, Studien, aber auch körperlicher Arbeit besteht, kaum verändert. Der deutsche Regisseur Philip Gröning erhielt nach jahrelangen Versuchen erst 1999 die Erlaubnis, im Mutterkloster des Schweigeordens Grande Chartreuse bei Grenoble zu filmen. Das Ergebnis ist eine strenge, fast stumme Meditation über das Klosterleben in seiner reinsten Form. Die Kontemplation dieses Lebens übersetzt der Film mit vielen poetischen Bildern.


Inhalt


Der Orden der Karthäuser, 1084 gegründet, gilt als einer der strengsten Orden, den die katholische Kirche je hervorgebracht hat. Seit der Ordensgründung widmen sich die Einsiedler in ständigem Schweigen ganz dem Gottesdienst und dem geistlichen Leben. Bis heute hat sich die Lebensform der Eremiten, die aus Gebeten, Studien, aber auch körperlicher Arbeit besteht, kaum verändert. Der deutsche Regisseur Philip Gröning hat das Projekt, das weltabgeschiedene Leben der Kartäuser zu dokumentieren, seit Mitte der 80er Jahre verfolgt. Erst 1999 erhielt er schließlich die Erlaubnis, im Kloster Grande Chartreuse, dem in den Felsmassiven unweit von Grenoble gelegenen Mutterkloster des Schweigeordens, zu filmen. Fast sechs Monate hat der Regisseur hierfür im Kloster gelebt. Das Ergebnis ist eine strenge, fast stumme Meditation über das Klosterleben in seiner reinsten Form. DIE GROSSE STILLE zeigt die Mönche bei ihren alltäglichen Verrichtungen, beobachtet sie beim Kochen, bei der Gartenarbeit, bei der Messe und beim Beten in ihrer Zelle. Der Film verzichtet zur Gänze auf Musik und künstliches Licht, es gibt keine Interviews und keine Kommentare. Einzig die immergleichen Rituale und der Ablauf der Jahreszeiten strukturieren den fast dreistündigen Film. Aber wenn auch nicht geredet wird, so gibt es hier dennoch viel zu hören. Etwa das Knarren von Balken, das Hallen der Schritte, den Schnitt einer Schere. Die Kontemplation dieses Lebens übersetzt der Film mit vielen poetischen Bildern: Schneeflocken, die wie weicher Flaum vom Himmel fallen, das langsame Aufschneiden eines Apfels, züngelnde Flammen, Regentropfen, die auf der Wasseroberfläche tänzeln. 162 Minuten wortloses Kino, das fordert dem Zuseher natürlich einiges ab. „Aber wer sich auf diesen Film einlässt“, schreibt EPD-FILM, „nimmt teil an einem einzigartigen Versuch: so etwas wie spirituelle Erfahrung zu übersetzen. Das Miterleben von Kontemplation und Meditation sowie die geradezu impressionistische Beobachtung einer fast mittelalterlich wirkenden, abgeschlossenen Welt besitzt eine Faszinationskraft auch auf jene, die für Religiosität und Weltabgeschiedenheit nichts übrig haben.“


Der Film lief zuletzt am 16.03.2008.

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