KETANI HEISST MITEINANDER

Österreich 2006; Regie: Ludwig Laher; Drehbuch: Ludwig Laher; 71 Min., deutsche Originalfassung & sinti OmU
Ohne Altersbeschränkung

Seit dem Spätmittelalter leben die Sinti, immer wieder brutal verfolgt, unter uns. Jenseits der Operettenklischees von verführerischen Zigeunermädchen und gemütvollen Zigeunerweisen beschäftigt sich Ludwig Lahers filmische Annäherung sensibel mit Geschichte und Gegenwart dieser autochthonen Minderheit.
Sinti aller Generationen kommen ausführlich zu Wort, berichten von den Schrecken der Verfolgung und der Ignoranz der Zweiten Republik gegenüber ihrem Leid und ihrer Not, aber auch von Zusammenhalt und Glück in den Zeiten des Auf-der-Reise-Seins, von Kulturtraditionen und der eigenen Sprache, die sie all die Jahrhunderte begleitet hat. Heute leben die meisten Sinti in Mietwohnungen, nur noch wenige reisen in den Sommermonaten auf alten Routen durch Bayern, Böhmen, Südtirol und Österreich.
Ketani heiSSt miteinander gibt Antworten auf Fragen zu Zigeunerklischees und Sintiwirklichkeiten und ist zugleich eine Expedition in die unbekannte Heimat, ein Aha-Erlebnis, ein Plädoyer gegen einfache Antworten auf die komplexe Frage nach dem Fremdsein.

Der Film lief zuletzt am 27.10.2006.

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