DAS LEBEN DER ANDEREN

Deutschland 2005; Regie: Florian Henckel von Donnersmarck; Drehbuch: Florian Henckel von Donnersmarck; Kamera: Hagen Bogdanski; Schauspieler: Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur; Produzent: Quirin Berg; Musik: Stéphane Moucha, Gabriel Yared; 137 Min., OF Deutsch
FSK 12

Im Ostberlin des Jahres 1984 wird der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler damit beauftragt, den eigentlich linientreuen Dramatiker Georg Dreyman zu bespitzeln. Er ahnt zunächst nicht, dass sich dahinter eine Intrige des Kulturministers Bruno Himpf verbirgt, der Dreyman mit Hilfe der Stasi beseitigen will, da er dessen Freundin Christa-Maria Sieland, einen gefeierten Theater-Star, begehrt. Wiesler, selbst allein stehend und ohne nennenswertes Privatleben, taucht durch die Bespitzelung in eine für ihn neue Welt der Kunst, der Liebe, der Literatur und des freien Denkens und Redens ein. Das intime Eindringen in die Welt der Anderen macht ihm die Armseligkeit seines eigenen Denkens bewusst und eröffnet ihm eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann. Er weicht mehr und mehr von seiner Aufgabe, Belastendes zu finden, ab, doch das System ist nicht mehr zu stoppen.
DAS LEBEN DER ANDEREN, das Regiedebüt von Florian Henckel von Donnersmarck, ist ein Film, der sich im Unterschied etwa zu Filmen wie SONNENALLEE, GOOD BYE LENIN! oder NVA durchgehend ernsthaft - ohne Trabi-Nostalgie, Spreewaldgurken-Romantik und anderem folkloristischen Klamauk - mit der DDR auseinandersetzt. Gnadenlos, unprätentiös und eindringlich erzählt der Film vom Leben und Leiden im Schatten eines staatlichen Bedrohungs- und Bespitzelungsapparates. Er verzichtet hierbei auf große Effekte, sondern setzt vielmehr auf ein beeindruckendes Schauspiel-Ensemble, welches von einem grandiosen Ulrich Mühe in der Rolle des sich wandelnden Stasi-Spitzels angeführt wird. "DAS LEBEN DER ANDEREN", schreibt DER SPIEGEL, "ist ein beeindruckendes, ruhiges Stasi-Kammerspiel zwischen Liebe und Staatsmacht, Freiheit und Verrat, Kunst und Politik, Leben und Tod." Und EPD-FILM schreibt: "Ein DDR-Film ganz ohne Ostalgie. Das spannende Drama mit seiner eindrucksvollen Besetzung besticht vor allem durch die Beschreibung der Einschüchterungs- und Bespitzelungsmechanismen dieses Staates."
DAS LEBEN DER ANDEREN wurde beim Bayrischen Filmpreis 2005 mit vier Preisen ausgezeichnet.

Der Film lief zuletzt am 30.08.2008.

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