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FREUNDSCHAFTÖsterreich 2006; Regie: Rupert Henning; Drehbuch: Rupert Henning, Florian Scheuba; Kamera: Michi Riebl; Schauspieler: Erwin Steinhauer, Rupert Henning, Max Achatz, Herbert Brunner, Arthur Klemt, Juergen Maurer, Karl Mittner, Reinhold G. M; 92 Min., deutsche OF
Nach dem Tod des legendären Gewerkschafters und roten Urgesteins Peppi Schober machen dessen Hinterbliebene, ein gesinnungsfester Vater und sein ideologiefreier Sohn, endlich reinen Tisch, und rechnen ab: mit fünfzig Jahren Politik-, Zeit- und Familiengeschichte, mit Ideologien, Illusionen - und vor allem miteinander. Dem Vater, ein etwa 50-jähriger, tiefroter Ex-Bankangestellter und Ex-Bürgermeister von Purkersdorf, hat der Onkel Peppi praktisch schon zu Lebzeiten die Gesinnung vererbt. Der Sohn, ein knapp 30-jähriger Werbeagentur-Mitbesitzer und hochbegabter Absolvent von Eliteschulen und Universitäten, ist quasi ein Kind der postideologischen Generation. Bei einer Gedenkfeier im Versammlungsraum der SPÖ-Bezirksorganisation sowie später in der Gemeindebauwohnung Onkel Peppis kommt es zur Auseinandersetzung zwischen den beiden gegensätzlichen Zeitgenossen. Konkret geht es unter anderem um die Fragen, ob Klopapier eine Gesinnung ist, ob man als Bankkassier ein Werkzeug der Arbeiterschaft sein kann, ob es Freundschaft wirklich gibt oder nur temporär flexible Interessensgemeinschaften, was genau unter Kreisky für die sexuelle Revolution in diesem Land geleistet wurde und darum, ob die Seele der Partei Spargel bestellt hätte. Der Film lief zuletzt am 13.10.2006. Links |
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