TINTENFISCHALARM

Österreich 2006; Regie: Elisabeth Scharang; Drehbuch: Elisabeth Scharang; 107 Min., deutsche OF
Ohne Altersbeschränkung

Alex ist intersexuell. Ein Zwitter, der die penible Einteilung der Welt in männlich und weiblich durcheinander wirft. Eines von zweitausend Babys kommt mit uneindeutigem Geschlecht auf die Welt. Bei Alex wurde diese Spielart der Natur im Alter von zwei Jahren auf Empfehlung der Ärzte chirurgisch korrigiert. Nach der Operation wächst Alex in einem kleinen Dorf zu einem Mädchen mit Kleidergröße XXL heran. Im Herbst 2002 lädt die Filmemacherin Elisabeth Scharang die inzwischen 26-Jährige in ihre wöchentliche Radiosendung ein. Alex erzählt ihre Geschichte das erste Mal einer Öffentlichkeit und thematisiert die Qualen, die man intersexuellen Kindern antut, um sie der gesellschaftlichen Norm anzupassen. Elisabeth Scharang begleitet Alex drei Jahre lang mit der Kamera. Im Herbst 2003 beschließt Alexandra, ihr Leben als intersexueller Mann fortzusetzen. Aus Alexandra wird Alex Jürgen.
TINTENFISCHALARM ist weniger ein Dokumentarfilm über Intersexualität als vielmehr die Geschichte über einen Menschen, der durch seinen Witz bezaubert und seine Sicht der Welt erstaunt. Die Positionswechsel vor und hinter der Kamera verleihen dem Film eine besondere Bildsprache und Unmittelbarkeit. Den Soundtrack hat die burgenländische Gitarrenpop-Band ›garish‹ komponiert.

Der Film lief zuletzt am 07.07.2006.

Links

Cleopatra Die Königin und der Leibarzt My Week with Marilyn BARBARA Herzensbrecher BEZAUBERNDE LÜGEN The Best Exotic Marigold Hotel