TRANSAMERICA

USA 2005; Regie: Duncan Tucker; 103 Min., engl. OmU
FSK 14

Die transsexuelle Bree lebt in einem Armenviertel in Los Angeles und spart jeden Cent für den letzten operativen Eingriff, der aus ihr endgültig eine Frau machen soll. Wenige Tage vor der Geschlechtsumwandlung erfährt sie überraschend, dass sie einen Sohn namens Toby hat, einen Drogen konsumierenden Stricherjungen, der in New York im Gefängnis sitzt. Und den sie gezeugt hat, als sie noch Stanley hieß. Auf Drängen ihrer Therapeutin fliegt Bree schließlich widerwillig an die Ostküste, um Toby aus dem Knast zu holen. Als man ihr den Jungen übergibt, hält dieser sie für eine kirchliche Gesandte, welche verlorene Seelen auf die rechte Bahn zurückführen will. Dem Vater ist dieses Missverständnis ganz recht und klärt es vorerst nicht auf. Toby, der in Los Angeles Pornostar werden will, überredet Bree, ihn bei der Rückfahrt mitzunehmen. Gemeinsam brechen die beiden mit dem Auto auf, um in der Folge den amerikanischen Kontinent zu durchqueren und dabei zu sich selbst zu finden.
Mit einer Mischung aus Situationskomik und warmherziger Melancholie erzählt TRANSAMERICA von einem Vater, der gleichsam erst als Mutter zu seinem Sohn findet. Der Tradition des Genres gemäß wird hierbei das Land und die Landschaft zum Spiegel ihrer Seele. ›Ich entschloss mich für ein Roadmovie‹, so Regisseur Duncan Tucker über seinen Debütfilm, ›weil ich diese zwei außergewöhnlichen Charaktere vor dem Hintergrund des gewöhnlichen Amerika zeigen wollte.‹ Das Herz dieses brisanten Films rund um fließende Geschlechteridentitäten und fragile Familienkonstellationen ist das Schauspiel von Felicity Huffman (bekannt aus der TV-Serie DESPERATE HOUSEWIFE), die hierfür nicht zuletzt mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde: ›Es ist faszinierend‹, so EPD-FILM, ›wie sie als Frau einen Mann spielt, der verzweifelt versucht, eine Frau zu sein, und wie sie dabei Transvestiten-Klischees von CHARLIE'S TANTE bis MANCHE MÖGEN'S HEISS über die Klamotte hinaus in Erkenntnisgewinn verwandelt.‹ ›Die originellste amerikanische Filmkomödie des Jahres‹, urteilte die NEW YORK PRESS.

Der Film lief zuletzt am 26.05.2006.

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