WE FEED THE WORLD

Österreich 2005; Regie: Erwin Wagenhofer; Drehbuch: Erwin Wagenhofer; 95 Min., OF Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch mit UT in Deutsch
FSK 6

Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt wie Graz verbraucht. In Lateinamerika werden auf rund 350.000 Hektar Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, dabei hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.
Mit WE FEED THE WORLD hat sich der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach Österreich geführt. Roter Faden ist hierbei ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. ›Die Weltwirtschaft›, so der Schweizer, ›könnte ohne Problem 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.‹ Neben Jean Ziegler kommen auch Fischer, Bauern, Fernfahrer und Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt, zu Wort.
WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse, ein Film über den Mangel im Überfluss. ›Die Botschaft meines Films‹, so Regisseur Wagenhofer, ›ist: Wir müssen anders essen, anders einkaufen, wir müssen anders leben!‹

Der Film lief zuletzt am 07.03.2010.

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