WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN

Deutschland 2003; Regie: Achim von Borries.; Drehbuch: Achim von Borries, Hendrik Handloegten, nach Motiven des Romans "Der Selbstmörderclub" von Arno Meyer zu Küingdorf; Kamera: Jutta Pohlmann; Schauspieler: Daniel Brühl, August Diehl, Anna Maria Mühe, Thure Lindhardt, Jana Pallaske, Verena Bukal, Julia Dietze, Christoph Luser, Fabian Oskar Wien, Marius Frey, Timo Mewes, Jonas Jägermeyer, Luc Feit, Holger Handke, Jürgen Wink, Thomas Neumann, Thomas Schendel, ; Produzent: Stefan Arndt, Christophe Mazodier, Manuela Stehr; Musik: Thomas Feiner, Ingo L. Frenzel; 90 Min., deutsche OF
Ohne Altersbeschränkung

Paul und Günther stehen kurz vor dem Abitur. Die beiden ungleichen Freunde verbindet die Suche nach dem größten Glück, der größten Liebe, dem höchsten Punkt im Leben - und dem richtigen Moment, um dieses zu beenden. Gemeinsam mit Günthers Schwester Hilde verbringen sie das Wochenende in einem Sommerhaus auf dem Land. Paul ist fasziniert von dem koketten Mädchen und verliebt sich in sie. Doch Hilde, die sich ihrer Reize und Wirkung auf das andere Geschlecht bewusst ist, liebt auch andere Männer. Heimlich trifft sie sich mit Hans, Günthers ehemaligem Liebhaber. Bei einem rauschenden Fest im Garten stößt überraschend Hans zu ihnen und setzt eine Achterbahnfahrt der Gefühle in Gang, die in der Folge außer Kontrolle gerät.
WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN basiert auf einem wahren Ereignis, der so genannten "Steglitzer Schülertragödie" aus dem Jahr 1927. Dieses Drama hat dem Kino bereits zweimal als Stoff gedient, 1929 verfilmte es Carl Boese als GESCHMINKTE JUGEND, Max Nosseck drehte unter dem gleichen Titel 1960 ein Remake. Achim von Borries entfaltet in seiner Version die Geschichte als Rückblende, als schicksalhafte Konsequenz, in deren Folge sich zwei Jugendliche in einem Rausch aus enttäuschter Liebe, Alkohol, Musik und romantischem Weltschmerz in eine abgründige Katastrophe hineinsteigern. In atmosphärisch eindringlichen Bildern erzählt WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN von der ersten Liebe, der Suche nach Glück, von Verwirrung der Gefühle, von Exzess und Schuld. Mit seinen beiden hervorragenden Hauptdarstellern Daniel Brühl und August Diehl gelingt Regisseur Achim von Borries hierbei ein zeitloses, poetisches Porträt einer Jugend, die von der Unbedingtheit ihrer romantischen Weltsicht überzeugt ist.

Der Film lief zuletzt am 14.05.2004.

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