WILBUR WANTS TO KILL HIMSELF

WILBUR BEGAR SELVMORD

Dänemark/Großbritannien 2002; Regie: Lone Scherfig; Drehbuch: Lone Scherfig, Anders Thomas Jensen; Kamera: Jørgen Johansson; Schauspieler: Jamie Sives, Shirley Henderson, Adrian Rawlins, Lisa McKinlay, Mads Mikkelsen, Julia Davis, Susan Vidler, Coral Preston, Gordon Brown, Lorraine McIntosh, Anne Marie Timoney, Collin McAllister; Produzent: Sisse Graum Olsen; Musik: Joachim Holbek; 105 Min.
Ohne Altersbeschränkung

Wilbur will sich umbringen. Weder sein Verstand noch sein Charme, der insbesondere auf Frauen eine besondere Anziehungskraft ausübt, kommen gegen seine pessimistische Lebenseinstellung an. Doch ob er nun den Gashahn aufdreht, sich einen Strick um den Hals legt oder die Pulsadern aufschneidet - immer wieder wird er in letzter Minute von Harbour, seinem unverbesserlich optimistischen Bruder, gerettet. Weil Wilbur von seinem Vermieter gekündigt hat, nimmt ihn der ältere Brüder bei sich auf, in der Wohnung über der kleinen Buchhandlung, die das ungleiche Brüderpaar von ihrem Vater geerbt haben. Ebendort zieht in der Folge auch Harbours neue Liebe Alice, eine arbeitlose Krankenschwester, mit ihrer Tochter ein. Eigentlich könnten die vier eine durchaus lebensfähige Notgemeinschaft bilden. Doch dann verliebt sich Wilbur in die Frau seines Bruders, der wiederum vor den anderen ein trauriges Geheimnis hat... .
Nach ihrem Kritiker- wie Publikumserfolg ITALIENISCH FÜR ANFÄNGER präsentiert die dänische Regisseurin Lone Scherfig eine Tragikomödie, die erneut um existenzielle Themen kreist. WILBUR WANTS TO KILL HIMSELF, in englischer Sprache in Glasgow gedreht, erzählt davon, wie das Leiden des einen mit dem Glück des anderen Menschen zusammenhängt. Der Film führt in eine Welt, in der ein Lachanfall bisweilen kaum von einem Verzweiflungsschrei zu unterscheiden ist. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Humor hier noch schwärzer und sind die Figuren noch skurriler. Filmästhetisch markiert der Film die Abkehr von den strengen Regeln der Dogma-Schule und die Hinwendung zum kinoträchtigen Cinemascope-Format. "So natürlich verquickt hat man die Liebe, das Leben und den Tod im Kino selten gesehen", urteilte die Zeitschrift FILMDIENST über den Film.

Der Film lief zuletzt am 22.06.2004.

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