DONAU, DUNA, DUNAJ, DUNAV, DUNAREA

DONAU, DUNAJ, DUNA, DUNAV, DUNAREA

Österreich 2003; Regie: Goran Rebic; Drehbuch: Goran Rebic, Heinrich Ambrosch; Kamera: Jerzy Palacz; Schauspieler: Robert Stadlober, Otto Sander, Annabelle Mandeng, Florin Piersic, Svetozar Cvetkovic, Volodymyr Goryansky, Denisa Der, Sonja Savic; Produzent: Erich Lackner, Veit Heiduschka; Musik: Achim Tang; 89 Min.
Ohne Altersbeschränkung

"Der Unterschied zwischen Wasser und Fluss ist der, dass der Fluss eine Erinnerung hat, eine Vergangenheit, eine Geschichte." DONAU, DUNA, DUNAJ, DUNAV, DUNAREA erzählt von der letzten Reise der DONAU, einem alten rostigen Schiff und seinem mürrischen Kapitän Franz. Dieser reagiert alles andere als erfreut, als eines Tages der junge Bruno in Wien an Bord kommt. Und zwar mit einem Sarg, in dem sich die sterblichen Überreste von Mara befinden, die einst Franz' große Liebe war. Bruno hofft, in Franz einen Vater zu finden, den er nie kennen gelernt hat. Die verstorbene Mara war seine Ziehmutter und ihr letzter Wille ist es, am Eisernen Tor in den Fluten der Donau ihre Ruhe zu finden. Und so reisen in der Folge ein Waisenkind, ein Deserteur, ein Transsylvanier, eine Drogensüchtige und andere Entwurzelte 2000 Kilometer flussabwärts in den Osten, wo sie an fernen Ufern der Donau unerwartet eine Heimat finden.
Goran Rebic, der seit THE PUNISHMENT (2000) zu den bedeutendsten Dokumentarfilmern Österreichs zählt, präsentiert sich mit seinem zweiten Spielfilm nun auch als versierter und unkonventioneller Geschichtenerzähler. DONAU... ist ein poetisches Roadmovie auf dem Wasser, ein "Shipmovie", das dem mächtigsten Strom Europas folgt. Der Film setzt sich aus einer Reihe von Geschichten zusammen, deren Rhythmus von der eigentlichen Hauptfigur des Films - der Donau - bestimmt wird. So sind es oftmals eher Bilder und Stimmungen denn Worte und Dialoge, die den Film tragen. DONAU... ist nicht zuletzt auch ein "politisch brisantes Werk" (FALTER): "Ich wollte mit diesem Film", so Regisseur Rebic, "gerade in diesen Tagen den Osten als etwas zeigen, wovor man keine Angst haben muss, als ein weites, lichtes Land, in dem es nicht nur soziale Tristesse und Deformierungen gibt."

Der Film lief zuletzt am 11.06.2004.

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