ROBERTO BENIGNIS'S PINOCCHIO DF
PINOCCHIO
Deutschland/Frankreich/Italien 2002; Regie: Roberto Benigni; Drehbuch: Vincenzo Cerami, Roberto Benigni; Kamera: Dante Spinotti; Schauspieler: Roberto Benigni, Breckin Meyer, Nicoletta Braschi, Glenn Close, Carlo Giuffrè, James Belushi; Produzent: Gianluigi Braschi, Nicoletta Braschi, Mario Cotone, Elda Ferri; Musik: Nicola Piovani; 108 Min., 35mm; Farbe, 111 min; ital.OmU Ohne Altersbeschränkung
Fünf Jahre nach seinem Meisterwerk DAS LEBEN IST SCHÖN kehrt der italienische Star-Komiker und Regisseur Roberto Benigni mit einer poetischen Neuverfilmung des Mythos vom Holzjungen Pinocchio in die Kinos zurück. PINOCCHIO ist nicht nur das ehrgeizigste Projekt in Benignis Karriere, sondern die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Seine Verfilmung folgt weitgehend der von Carlo Collodi im Jahr 1880 verfassten Vorlage ›Pinocchios Abenteuer - Die Geschichte einer Holzpuppe‹. Ein quicklebendig anmutendes Holzscheit bannt sich den Weg durch die Gassen, direkt zur Tischlerei des Meisters Geppeto. Der einsame Schreiner will sich aus dem Stück Holz einen Hampelmann schnitzen - und erschafft einen Holzjungen: Pinocchio. Mit Kostüm und einem schicken Hut auf dem Kopf springt er vom Tisch des Meisters hinein ins pralle Leben. Leider ist Pinocchio alles andere als ein Musterknabe. Stets ungehorsam, weil neugierig aufs Leben, tragen ihn seine Füße hinaus aus der Stadt in die weite Welt hinein, wo ihn große Abenteuer erwarten . . .
Im Zentrum von Benignis Verfilmung steht eine komisch-tragische Figur: Ein unschuldiger Pinocchio und seine ständig aus ihm hervorbrechende Lebensfreude sind das Herz des Films. Die Figur des Pinocchio scheint Roberto Benigni wie auf den Leib geschrieben. Wie selbstverständlich steckt der immerhin 50-jährige Schauspieler in märchenhaften Knabenkostümen und springt aufgeweckt durch die farbenfrohe Geschichte. Wie schon in DAS LEBEN IST SCHÖN betrachtet Benigni die Welt mit einer erfrischend kindlichen Naivität. Einmal mehr bringt Benigni den Kinogeher zugleich zum Lachen, zum Weinen und vor allem auch zum Nachdenken. Mit entwaffnendem Charme entfaltet er die Poesie und die Botschaften dieses Märchens: das Streben nach Glück, die Freude über das Wunder ›Leben‹, Begegnungen ganz ohne Vorurteile und die Suche nach dem richtigen Weg.
Mit Produktionskosten von 47 Millionen Euro ist PINOCCHIO der teuerste Film Italiens aller Zeiten. Mit seinen phantasievollen Kostümen, gelungenen Spezialeffekten und seinem mitreißenden Hauptdarsteller ist Benignis neues, Oscar nominiertes Werk vor allem jedoch eine Hommage an die Filme Federico Fellinis - also an den Zauber und die grenzenlose Fantasie des Kinos!
www.pinocchio-derfilm.de
Der Film lief zuletzt am 31.10.2003.
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