JESUS VON MONTREAL

JESUS DE MONTREAL

Frankreich/Kanada 1989; Regie: Denys Arcand; Drehbuch: Denys Arcand; Kamera: Guy Dufaux; Schauspieler: Lothaire Bluteau, Catherine Wilkening, Johanne-Marie Tremblay, Rémy Girard, Robert Lepage, Gilles Pelletier, Yves Jacques; Produzent: Roger Frappier; Pierre Gendron; Musik: Jean-Marie Benoît, François Dompierre; 120 Min.
FSK 12

Anspruchsvolle Auseinandersetzung mit Jesus von hohem künstlerischem Format. Anders als in den meisten Jesus-Filmen versucht Arcand keine unmittelbare Nacherzählung der Evangelien.
›Ein junger Schauspieler in Montreal inszeniert seine Neuinterpretation eines Passionsspiels, löst bei Publikum und Kritik Begeisterung aus, stößt aber auf die Ablehnung der Kirche. Der aus einem vielschichtigen Netzwerk verschiedener Motive und Themen aufgebaute Film entwickelt aus einer subjektiven, aber künstlerisch reflektierten Annäherung an die Evangelien eine pointierte Gesellschafts- und Kirchenkritik. Eine ästhetisch überzeugende und intellektuell geschliffene Auseinandersetzung mit der Botschaft Jesu, humorvoll, spritzig und geistreich. - Sehenswert‹ (film-dienst)
(Kinotip der katholischen Filmkritik; Preis der Ökumenischen Jury in Cannes 1989)
›Die Möglichkeit, das alljährliche Passionsspiel am Rande Montreals zeitgemäßer zu gestalten, nützt ein junger Schauspieler voll aus: für die Zuseher wird es ein erschütterndes Erlebnis, für die Medien eine bemerkenswerte, kommerzialisierungswürdige Aufführung, für die Kirche ein zu verbietendes Ärgernis, für Daniel und eine Mitspieler eine Katharsis. Weniger provokant und schockierend, denn ergreifend als Geschichte einer Wandlung aus dem Geist des Evangeliums heraus sowie durch die überraschende Symbolisierung und Bildsprache. Diskussionswert ab etwa 14‹ (multimedia)

Der Film lief zuletzt am 17.11.2003.

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