SWIMMING POOL
Frankreich 2002; Regie: François Ozon; Drehbuch: François Ozon; Kamera: Yorick Le Saux; Schauspieler: Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance; Produzent: Olivier Delbosc, Marc Missonnier; Musik: Philippe Rombi; 102 Min. Ohne Altersbeschränkung
Die erfolgreiche britische Krimiautorin Sarah Modwell steckt in einer schweren Schaffenskrise. Um sich von ihrer Depression abzulenken und zu neuer Inspiration zu finden, verbringt sie den Sommer im französischen Landhaus ihres Verlegers. Doch da taucht eines Nachts plötzlich die 20-jährige Tochter des Hausherrn auf. Sarah fühlt sich von der rücksichtslosen Frau und ihrem offen zur Schau gestellten Liebesleben zunächst nur gestört, bis sie anfängt, Julie zu beobachten und in ihr schließlich eine Quelle der Inspiration für ihren neuen Roman findet. Als sich die beiden ungleichen Frauen einander nähern, beginnen sich die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu verwischen. Seit Filmen wie TROPFEN AUF HEISSE STEINE, UNTER DEM SAND und zuletzt 8 FRAUEN gilt Francois Ozon als neuer Lichtblick des französischen Films. Seine Filme sind geprägt von einer hochartifiziellen Inszenierungsweise sowie der Lust an der filmischen wie gesellschaftlichen Subversion. Mit SWIMMING POOL setzt der Regisseur seine bekannten unterkühlten Geschichten über die bürgerliche Beziehungswelt fort, reichert diese jedoch mit einer gehörigen Portion Suspense an. Diese stets lauernde Spannung, die sich aus der Konfrontation zweier höchst unterschiedlicher Frauen ergibt, hält Ozon bis zu dem in jeder Hinsicht überraschenden Ende durch. Nach UNTER DEM SAND markiert SWIMMING POOL bereits die zweite Zusammenarbeit des jungen Regisseurs mit Charlotte Rampling. Die Figur der von ihr mitreissend gespielten schrulligen Autorin ist berühmten Krimiautorinnen wie Patricia Highsmith, P.D. James oder Ruth Rendell nachempfunden. Letztere lehnte übrigens die Anfrage Ozons ab, die Geschichte zu schreiben, an der die Krimiautorin im Film schreibt. Mit SWIMMING POOL präsentiert Francois Ozon ein höchst spannendes wie vergnügliches filmisches Täuschungsmanöver. Bei seiner Uraufführung bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes wurde der Film bereits mit Klassikern wie Otto Premingers BONJOUR TRISTESSE und Jacques Derays DER SWIMMING POOL (mit Romy Schneider und Alain Delon) verglichen.
Der Film lief zuletzt am 11.01.2004.
Links
|