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RIVERS & TIDESRIVERS AND TIDESDeutschland 2002; Regie: Thomas Riedelsheimer; Kamera: Thomas Riedelsheimer; Schauspieler: Andy Goldsworthy; 94 Min.
Der schottische Künstler Andy Goldsworthy ist weltweit durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien bekannt. Ob Eis, Steine, Blätter, Zweige oder Wasser - Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet, und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. Allein Goldsworthys Fotografien halten seine kurzlebigen Arbeiten in der Vergänglichkeit der Zeit fest. Als erster Filmemacher durfte nun der Deutsche Thomas Riedelsheimer den Künstler über einen längeren Zeitraum bei der Arbeit beobachten. Mehr als ein Jahr und über die vier Jahreszeiten begleitete er ihn nach Kanada, in die USA, nach Frankreich und Schottland. In ruhigen Bildern zeigt der Film, wie der Naturkünstler Eisskulpturen bastelt, die in der Sonne schmelzen, Steinformationen, die die Flut zerstört. RIVERS AND TIDES dokumentiert das Unvorhersehbare, das Überraschende, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt; das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die leidenschaftliche Geduld und den unbändigen Willen zu verstehen. Hierbei zeigt sich, dass Film das ideale Medium ist, um den oft langwierigen Prozess des Entstehens und Vergehens dieser Kunstwerke zu dokumentieren. Die prächtigen, rauschhaften Bilder, die der Regisseur von der Natur und von Goldsworthys Werken einfängt, werden von der meditativen Musik von Fred Frith untermalt. RIVERS AND TIDES, dieses "Geschenk in der Bilderflut" (TAGESSPIEGEL) wurde 2001 mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Der Film lief zuletzt am 12.09.2003. Links |
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