HERO
YING XIONG
China 2002; Regie: Yimou Zhang; Drehbuch: Feng Li, Bin Wang; Kamera: Christopher Doyle (II); Schauspieler: Jet Li Tony Leung, Chiu Wai, Maggie Cheung, Ziyi Zhang, Daoming Chen, Donnie Yen; Produzent: Shoufang Dou, William Kong; Musik: Dun Tan; 99 Min., 35mm; Farbe; 99 min; mandarinOmU FSK 12
China vor über 2000 Jahren: König Qin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Seit Jahren gibt es Pläne, ihn zu ermorden. Vor allem drei Widersacher trachten ihm nach dem Leben: Broken Sword, Flying Snow und Sky. Nach zehn Jahren, in denen es nicht gelingt, die drei zu besiegen, besucht Nameless den Palast, legt dem König die berühmten Waffen der getöteten Kämpfer zu Füßen und erzählt ihm schließlich die unglaubliche Geschichte seines Triumphes. Ein ganzes Jahrzehnt studierte er die Technik und Philosophie des Schwertkampfs und entschloss sich dann, die drei legendären Kämpfer herauszufordern. Neugierig folgt der König jedem Detail dieser seltsamen Geschichte, bis er plötzlich, zur Überraschung des Erzählers, seine eigene Deutung der Ereignisse vorträgt... .
Mit HERO präsentiert Zhang Yimou ein furios choreografiertes Martial-Arts-Drama, welches – ähnlich wie Ang Lees CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON – Raum, Zeit und die Gesetze der Physik mit unglaublicher Eleganz außer Kraft setzt. Gleichsam schwerelos fliegen die Helden durch opulente Dekors und Landschaften. Ein Zweikampf zwischen Rivalinnen im surrealen Herbstwald entwickelt sich zum poetischen Kampfkunst-Ballett, während ein Kampf auf der Oberfläche eines Bergsees zu einem Konzert aus Stille und Bewegung gerät. Ebenso atemberaubend sind die Choreografien der Massen. Wie in Kurosawas RASHOMON lässt Yimou seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählen. Die Rückblenden werden in streng durchkomponierter Farben-symbolik inszeniert. Wong Karwais Kameramann Christopher Doyle taucht das gesamte Szenario gleichsam in einen Rausch von Farben: alle Gewänder in Rot beim Mord aus Liebe, alles in Grün bei der Niederlage im Kampf und alles Weiß bei Trauer und Entsagung. Mit Maggie Cheung, Jet Li und Tony Leung vereint der Film nicht zuletzt die CrËme ostasiatischer Darsteller vor der Kamera. ›Ein Farben- und Gedankenrausch für alle Sinne‹, urteilte die MÜNCHNER ABENDZEITUNG: ›Jede Sequenz ist perfekt komponiert.‹ HERO wurde für einen Oscar in der Kategorie ›Bester nicht-englischsprachiger Film‹ nominiert und erhielt bei den diesjährigen Filmfestspielen Berlin den ›Alfred Bauer-Preis‹.
www.hero-film.de
Der Film lief zuletzt am 24.08.2003.
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