JAPóN
JAPON
Spanien/Mexiko 2002; Regie: Carlos Reygadas; Drehbuch: Carlos Reygadas; Kamera: Diego Martinez Vignatti; Schauspieler: Alejandro Ferritis, Magdalena Flores, Yolanda Villa; Produzent: Carlos Reygadas; Musik: Arvo Pärt; 127 Min., 35mm; Farbe; 127 Min; span.OmU FSK 18
JAPON erzählt von einem frustrierten Mann aus der Großstadt, der sich in einen entlegenen Canyon zurückzieht, um sich umzubringen. Er findet Quartier bei Ascen, einer über 70 Jahre alten Frau. Entgegen seinen Absichten beginnt sein Interesse an den Dingen, die ihn umgeben, wieder zu erwachen, und auch seine Sexualität wird neu entfacht. Er bittet die alte Frau, mit ihm zu schlafen. In ihrer Güte und ihrem Bestreben, dem verzweifelten Mann zu helfen, willigt sie ein. Das Unternehmen schlägt zwar fehl, aber allmählich begreift der Mann, dass es die Menschlichkeit dieser einzigartigen alten Frau ist, die es ihm ermöglichen könnte, ins Leben zurückzukehren.
Carlos Reygadas drehte sein Spielfilmdebüt JAPON mit Laienschauspielern, Freunden und den Campesinos, die ein Dorf am Boden des Canyons bewohnen. Das Budget war gering, das Format Cinemascope, und das ästhetische Konzept geprägt von der Reduktion auf das Visuelle sowie von der Absage ans Erzähl- und Illusionskino: In Anspielung auf den Hollywood-Giganten Dreamworks hat Reygadas seiner Produktionsfirma den programmatischen Namen NoDream Cinema gegeben. Mit seinem Spielfilmdebüt JAPON sorgte der junge mexikanische Regisseur auf dem Festival in Rotterdam und in Cannes für großes Aufsehen.
Der Film lief zuletzt am 11.04.2003.
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