THE HOURS - VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT

THE HOURS

USA 2002; Regie: Stephen Daldry; Drehbuch: David Hare, Michael Cunningham; Kamera: Seamus McGarvey; Schauspieler: Nicole Kidman, Meryl Streep, Julianne Moore, Ed Harris, Toni Colette, Claire Danes; Produzent: Miramax, Scott Rudin; Musik: Philip Glass; 114 Min., 35mm; Farbe; 114 Min; engl.OmU
Ohne Altersbeschränkung



THE HOURS verknüpft die Lebensgeschichten dreier Frauen aus drei unterschiedlichen Epochen. 1923: Die Autorin Virginia Woolf lebt mit ihrem Mann Leonard in Richmond in London. Sie kämpft gegen ihre kranke Psyche und mit dem Eröffnungssatz ihres ersten großen Romans „Mrs. Dalloway“. Fast drei Jahrzehnte später, 1952, liest Laura Brown, Ehefrau und Mutter, „Mrs. Dalloway“ und möchte aufgrund der Lektüre ihrem bedrückenden Hausfrauenleben mit Suizid ein Ende setzen. Und heute, im New York des Jahres 2001, gibt die Lektorin Clarissa eine Party für ihren an AIDS sterbenden Freund, den brillanten Dichter Richard. Er hat endlich eine Auszeichnung für seinen Roman erhalten. Doch der alte Freund, der Clarissa stets „Mrs. Dalloway“ nennt, wirft ihr vor, ihn nur für ihre Aufopferungsmentalität zu benutzen. Drei Porträts von drei Frauen, denen das Gefühl gemeinsam ist, ihr Leben für einen anderen Mann gelebt zu haben - und die durch ein großartiges Stück Literatur - „Mrs. Dalloway“ - gleichsam zu Seelenverwandten werden.
Für seine Verfilmung des preisgekrönten Bestsellers THE HOURS von Michael Cunningham stand dem britischen Regisseur Stephen Daldry (BILLY ELLIOT - I WILL DANCE) ein hochkarätiges Team zur Verfügung. Der Bühnenautor David Hare schrieb das Drehbuch, der Komponist Philip Glass die Musik - und drei Charakter-Lichtgestalten Hollywoods verkörpern die Frauen mit hoher Intensität: Nicole Kidman (unkenntlich - mit strenger Frisur und vergrößerter Nase) als launische, von Depressionen und Verletzlichkeiten heimgesuchte Virginia Woolf, Julianne Moore als empfindsame Laura, die sich, einsam und dem eigenen Kind mit befremdlicher Neugierde begegnend, vollständig in sich selbst zurückzieht, und schließlich Meryl Streep als umtriebige Clarissa, die ihre eigene Selbstfindung hinter Sterbehilfe verbirgt. „THE HOURS“, schreibt Wolfram Knorr in der WELTWOCHE, „ist ein vertracktes Vexierspiel über weibliche Selbstfindung, zerbröckelnde Verhältnisse und emotionale Eiszeiten. Die virtuos gleitende Kamera, der weiche optische Duktus sind ein ästhetischer Genuss. Und die Tränen sind gefroren. Im Eisschrank lauert das Geheimnis von Virginia Woolf.“ THE HOURS wurde bei der diesjährigen Golden Globe-Verleihung in der Kategorie Drama mit zwei Golden Globes ausgezeichnet: als „Bester Film“ und Nicole Kidman als „Beste Schauspielerin“.

Der Film lief zuletzt am 05.03.2004.

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