DABERNIG
KURZFILMABEND JOSEF DABERNIG
Österreich 2002; Regie: Josef Dabernig; Drehbuch: Josef Dabernig; Kamera: Josef Dabernig; Schauspieler: Josef Dabernig; Produzent: Josef Dabernig; Musik: Josef Dabernig; 62 Min.
Das handwerkliche Tableau Josef Dabernigs künstlerischer Arbeit bilden Architektur, Bildhauerei und Installation: minimalistische, von mathematischen Regeln abgeleitete serielle (Raster-)Konstruktionen, die subtil durch Irritationseffekte in ihrer Regelmäßigkeit gebrochen sind. Seit 1996 produziert Dabernig Kurzfilme, die in vergleichbarer Weise durch inhaltliche Fallen gekennzeichnet sind. Scheinbar banale Situationen, durch Schauspiel und Inszenierung überspitzt: Alltag im Speisewagen eines Fernzugs, in dem die Gäste ausbleiben (WARS, 2001). Ein Fußballtrainer und sein Assistent verfolgen nervös-konzentriert mit professioneller Mimik und Gestik ein imaginäres Spiel im leeren Stadion (Wisla, 1996). Das Ziel einer mühsamen Bergbesteigung bleibt lange Zeit rätselhaft (Timau, 1998, mit Co-Autor Markus Scherer). Auf Dialoge wird konsequent verzichtet, räumliche und architektonische Aspekte sind mit besonderem Interesse bedacht. Zitate aus verschiedenen Gattungen wie Krimi, Roadmovie, Stummfilmkomödie oder Sci-Fi finden sich ebenso wie Andeutungen von erzählerischen Momenten, die vom großen Gesten- und Schauspielkino herzurühren scheinen. Josef Dabernig, geboren 1956 in Kötschach-Mauthen, lebt in Wien. Im Rahmen des Filmabends zeigt DAS KINO sechs Kurzfilme von Josef Dabernig (u.a. Gemeinschaftsprojekte mit Markus Scherer und G.R.A.M.) aus den Jahren 1996-2003 zu sehen. Verleih: sixpackfilm
Der Film lief zuletzt am 12.03.2003.
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