KICK IT LIKE BECKHAM
BEND IT LIKE BECKHAM
Deutschland/Großbritannien 2002; Regie: Gurinder Chadha; Drehbuch: Paul Mayeda Berges, Guljit Bindra, Gurinder Chadha; Kamera: Jong Lin; Schauspieler: Parminder K. Nagra, Keira Knighley, Jonathan Rhys-Meyers, Anupam Kher, Kulvinder Ghi; Musik: Craig Pruess; 112 Min., 35mm; Farbe, 112 Min; engl.OmU Ohne Altersbeschränkung
Die 17-jährige Inderin Jess hat nur eines im Sinn: Einmal den Ball so hindrehen zu können wie Englands Starfußballer David Beckham. Die Jungs, mit denen sie im Park Fußball spielt, würden liebend gerne über das ballfixierte Mädchen lästern - wenn ihnen nur Luft dazu bliebe. In der gleichaltrigen Jules findet Jess schließlich eine Seelenverwandte. Jules spielt in einer aufstrebenden Damenmannschaft, die schon bald auch Jess’ Zuflucht wird. Heimlich, versteht sich. Indische Mädchen, davon ist ihre Mutter, die ihr das Fußballspielen untersagt, überzeugt, tollen nicht halbnackt über den Rasen, schon gar nicht in einer Damenmannschaft, die von einem attraktiven jungen Mann trainiert wird. Außerdem haben die traditionsbewußten Eltern schon ganz andere Pläne für ihre Tochter: Jess soll einen netten indischen Mann heiraten und dann Jura studieren. Jess’ Geheimnis fliegt schließlich auf, als ihre Schwester mitten in turbulenten Hochzeitsvorbereitungen steckt...!
Mit KICK IT LIKE BECKHAM präsentiert Gurinder Chadha einen Film, der ganz in der Tradition britischer Komödien-Kunst wie THE FULL MONTY oder BILLY ELLIOT - I WILL DANCE steht. Mit erfrischendem Humor und hinreissenden DarstellerInnen erzählt der Film davon, was passiert, wenn man in England als indisches Mädchen aufwächst und nicht den Traum traditionsbewusster Punjabis leben will. KICK IT LIKE BECKHAM ist jedoch nicht nur eine irrwitzige Selbstfindungskomödie, sondern lotet darüber hinaus mit komödiantischer Leichtigkeit auch sozialkritische Themen wie etwa ‚multiethnische Gesellschaft’, ,Verlust tradierter Identitäten’ oder ‚Rolle der Frau’ aus. KICK IT LIKE BECKHAM wurde bei der diesjährigen Cinema Expo in Amsterdam als EUROPEAN FILM OF THE YEAR ausgezeichnet.
Der Film lief zuletzt am 05.03.2004.
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