MORO NO BRASIL

Deutschland/Finnland/Brasilien 2002; Regie: Mika Kaurismäki; Drehbuch: Mika Kaurismäki, George Moura; Kamera: Jacques Cheuiche; Schauspieler: Walter Alfaiate, Velha Guarda da Mangueira, Margareth Menezes, Antonio Nobrega, Ivo Meirelles, Jacinto Silva; Produzent: Phoebe Clarke; 105 Min., 35mm; Farbe, 105 min; engl./port.OmU
Ohne Altersbeschränkung



Mit seinem Roadmovie MORO NO BRASIL präsentiert der finnische Regisseur Mika Kaurismäki eine eindrucksvolle Dokumentation der vielfältigen Ausdrucksformen brasilianischer Musik. Auf seiner 4000 Kilometer langen Entdeckungsreise trifft Kaurismäki Musiker, Sänger und Tänzer der unterschiedlichsten Stilrichtungen jenseits von Samba und Bossa Nova. Die Stationen sind Pernambuco, Bahia und Rio de Janeiro, drei brasilianische Bundesstaaten, die symbolisch für Musikstile stehen wie Frevo, Maracatú, Coco, Embolada, Forró und Samba. Die Auswahl an Musikern und Stilen ist eine ganz persönliche, sie konzentriert sich jedoch durchwegs auf die Musik der Straße. Brasilianische Musik ist so multikulturell wie die Einflüsse, die das Land seit der Kolonialisierung vor gut 500 Jahren prägten. Die indigenen Ursprünge sowie die kulturellen Traditionen der afrikanischen und europäischen Einwanderer spiegeln sich in der Vielfalt der Instrumente, Rhythmen und Musikstile dieses Landes.
Musik gehört in Brasilien zum Alltag und dient dem spontanen Ausdruck der Gefühle. Diesen musikalischen Reichtum des Landes lässt Kaurismäki für sich selbst sprechen - in den Erzählungen der Menschen, ihren verblüffend gegensätzlichen Musikstilen und vor allem durch die Texte. Gedreht wurde MORO NO BRASIL einen heißen tropischen Sommer lang. Stimmungsvolle Bilder von Landschaften und farbenprächtigen Kostümen sowie die Lebensfreude der Menschen machen Kaurismäkis dokumentarische Reise zu einem Film für Kopf und Bauch, für Herz und Verstand.
›Musik‹, meint Kaurismäki, der seit etwa 10 Jahren teilweise in Rio de Janeiro lebt, wo er einen Musikclub führt, ›spielt im Leben der Brasilianer eine wichtige Rolle. Oft kommt sie einem Ritual gleich, einer Über-Lebenshilfe und einem Instrument zur Bewahrung ihrer Selbstachtung.‹ ›Was Wim Wenders' BUENA VISTA SOCIAL CLUB für Kuba war‹, schreibt der KulturSpiegel, ›könnte Mika Kaurismäkis leichtblütiges Roadmovie für Brasilien werden. Mitreißend!‹
www.moronobrasil.com

Der Film lief zuletzt am 26.02.2003.

Links

Cleopatra Die Königin und der Leibarzt My Week with Marilyn BARBARA Herzensbrecher BEZAUBERNDE LÜGEN The Best Exotic Marigold Hotel