VIELLEICHT HABE ICH GLÜCK GEHABT

Österreich 2002; Regie: Käthe Kratz; Drehbuch: Käthe Kratz; Kamera: Robert Winkler, Bernd Neuburger, Astrid Neubrandtner; Schauspieler: Lucy Benedict, Roman Cataraga, Elfinesh Kabede, Anne Kelemen, Ikram Mohammed-Falbesoner, Moussa Najid, Lore Segal; Produzent: Lukas Stepanik; Musik: Peter Ponger; 90 Min., Digital Video/35mm; Farbe, s/w (Archivmaterial
Ohne Altersbeschränkung

; 90 min)

VIELLEICHT HABE ICH GLÜCK GEHABT erzählt die Geschichten von sieben Flüchtlingskindern von einst und heute. Die einen, die so genannten Kindertransport-Kinder, flohen 1938/39 vor dem Nazi-Regime nach England. Die anderen, heutige Flüchtlinge, sind auf ihrer Flucht durch die halbe Welt in Wien gestrandet.
Käthe Kratz erzählt in ihrem Film von heimat- und elternlosen Kindern im Kampf ums Überleben. Der Film fragt: Wie haben die damaligen Kinder ihre Trennung erlebt? Und wie erleben sie sie heute, sechzig Jahre danach? Wie leben die unbetreuten Flüchtlingskinder im Österreich von heute? Und wie leben ihre in der alten Heimat gebliebenen Eltern? VIELLEICHT HABE ICH GLÜCK GEHABT begleitet zum einen drei jüdische Emigrantinnen an Orte, an denen sie in England gewohnt haben, wo sie zur Schule gingen, wo sie arbeiteten. Am Abend eines langen Lebens rückblickend zeigt sich, dass sie noch immer gezeichnet sind von den Erlebnissen ihrer Kindheit. Zum anderen zeigt der Film die Einsamkeit der heutigen Flüchtlingskinder. Was sie erleben, ist Aggression, Isolation und Hilflosigkeit. Lucie, Lore und Anne wurden damals in England mit offenen Armen aufgenommen. Ikram, Moussa, Elfinesh, Roman und 400 andere minderjährige Flüchtlinge, die zur Zeit in Österreich leben wollen, müssen einen oft aussichtslosen Kampf um Asyl führen. Wie werden sie durchs Leben gehen?

Der Film lief zuletzt am 28.05.2003.

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