SCHEINBARE NÄHE
SCHEINBARE NÄHE. EIN ABGANG.
Österreich 2002; Regie: Michael Kolnberger; Drehbuch: Dorothea Macheiner, Michael Kolnberger; Kamera: Roland Maislinger; Musik: Herbert Berger; 45 Min., DV-Cam, Farbe & SW, 45 min, OF Ohne Altersbeschränkung
Die Ausgangsbasis für den Film - ein Porträt des Schriftstellers Gerold Foidl - bilden Interviews mit Zeitzeugen aus dem Kunst- und Kulturbereich, die gleichzeitig eine Brücke in unsere Zeit schlagen. Die Handkamera fängt Foidls topographische Salzburg-Bezüge ein: Das frühere Café Nr. 3 in der Steingasse, das erste linksintellektuelle Beisl der Salzburger Szene (heute: Pepe Gonzales), war Foidls Stammlokal. Darin verschmelzen seine Lebenssehnsüchte mit seiner Mexiko-Reise und die Erinnerungen der Zeitzeugen aus den nächtlichen Gesprächen. Die Tonspur gibt Originaltexte aus Foidls Roman Scheinbare Nähe wieder, wobei eigenwillige Bilder voll ironischer Anspielungen entstehen und dadurch über die Stadt kritisch reflektiert wird.
Gerold Foidl lebte in Salzburg und starb mit 42 Jahren in der Lungenheilanstalt Grafenhof. Er veröffentlichte 1978 seinen autobiographischen Debütroman "Der Richtsaal", sein unvollendeter Text "Scheinbare Nähe" wurde von Peter Handke redigiert und erschien posthum bei Suhrkamp.
Der Film lief zuletzt am 05.11.2002.
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